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Ankerwürmer (Lernea spp.)

Erreger:

Ankerwürmer sind  Parasiten von sehr großer Bedeutung, da sie mit Ihrem Ankerapparat erhebliche Schäden der Haut und Schleimhaut verursachen.
Mit bis zu 2 cm Länge sind sie auch vom Laien sofort zu erkennen.
Sie dringen tief in die Haut ein wo sie sich verankern. Der Hinterleib, welcher die Eier enthält  ragt als wurmartiger Fortsatz aus der Haut heraus. Die Schäden, die Ankerwürmer in der Haut verursachen, können so massiv sein das der Koi wertlos wird.
Bei Massenbefall kann es zu einer Anämie kommen. Die entstehenden Hautwunden werden oft sekundär von Bakterien oder Pilzen befallen.
 
Übertragung:

Die Übertragung erfolgt durch die freischwimmenden Larven, die auch die Kiemen parasitieren. Die Krankheit kann durch einbringen neuer Fische in den Teich kommen. Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

Meist sieht man den Parasiten deutlich auf der Haut. Kleine gerötete Verletzungen können ebenfalls ein Indiz für Ankerwurmbefall sein. Ist der Befall sehr stark kommt es zu Anämien (Blutarmut) welche den Fisch weiter schwächen. Sehr häufig entstehen größere Wunden durch Sekundärinfektionen, die dem geschwächten Fisch schwer zusetzen können.

Diagnose:

Befall mit Ankerwürmern wird in der Regel auch vom Laien sofort erkannt.
Der Parasit wird mit bloßem Auge auf der Haut gesehen.

Behandlung:

Die Behandlung von einem geringgradigen Befall kann durch absammeln der Würmer mit Hilfe einer Pinzette erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass auch der Ankerapparat entfernt wird. Verbleibt er in der Haut kann das zu Entzündungen führen. Sekundärinfektionen sollten nach Antibiogramm mit einem geeigneten Mittel behandelt werden.
Bei einem Massenbefall kann mit mit Praziquantel-, Mebendazol- oder Flubendazol-haltigen Präparaten oder Kaliumpermanganat behandelt werden.Da alle oben genannten Mittel verschreibungspflichtig sind, kontaktieren Sie bitte einen Tierarzt. . Die Würmer sind leider sehr hartnäckig und nicht immer mit den üblichen Mitteln zu bekämpfen.