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Costia (lat. Ichthyobo necator)

Erreger:

Costia gehört zu den Zooflagellaten. Das sind einzellige Tiere, welche sich mit Hilfe zweier so genannter Geißeln fortbewegen (d.h. sie sind in der Lage, selbstständig zu schwimmen.)
Ihre geringe Größe von 10- 15µm macht eine hohe Vergrößerung (400-fach) im Mikroskop nötig.
Allerdings lässt sich Costia durch seine typischen taumelnden Schwimmbewegungen leicht unter dem Mikroskop identifizieren.
Costia stirbt ohne Wirt (Fisch) im freien Wasser innerhalb einer Stunde ab.
Es verträgt Temperaturen von 2- 30°C, wobei das Optimum zwischen 13- 15°C liegt.
Costia schädigt den Fisch bzw Koi, wenn es sich mit seinem Füßchen am Fisch festsetzt. Dies führt zu einer Schleimhautreizung und kleinen Verletzungen in der Haut die von Bakterien besiedelt werden, welche Entzündungen und Hautwunden hervorrufen.

Übertragung:

Costia braucht zum überleben einen lebenden Wirt. Ohne stirbt es innerhalb einer Stunde. Das macht die Besatzdichte des Teiches von großer Bedeutung. Je geringer diese, desto kleiner ist die Chance, dass der Parasit in dieser Zeit einen neuen Fisch findet.

Krankheitszeichen:

Costia verursacht vor allem dann Symptome, wenn es auf einen immun geschwächten Fisch trifft. Dies sind z.B. alte oder sehr junge Fische. Aber auch Fische, die temperaturbedingt eine niedrige Stoffwechselrate und damit ein langsam arbeitendes Immunsystem haben sind sehr anfällig für Costia. Das macht Costia zu einem gefährlichen Parasit in Herbst Winter und Frühjahr.
Kommt es zu einem Massenbefall tritt üblicherweise zuerst eine starke bläulich- weiße Hauttrübung auf. Im späteren Verlauf der Erkrankung können auch die Kiemen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies äußert sich in schneller Atmung oder die Fische stehen in Bereichen mit erhöhter Sauerstoffzufuhr (Filterauslauf, Ausströmer)

Diagnose:

Diese erfolgt über einen Haut- und/oder Kiemenabstrich. Meist sind Costia schon in niedriger Vergrößerung anhand ihrer Bewegung zu erkennen. Definitve erkennt man Sie bei 400-facher Vergrößerung.
Bei niedrigen Temperaturen und deutlichen Hauttrübungen sollte deshalb immer auf Costia behandelt werden.

Behandlung:

Costia lassen sich meist gut mit den üblichen Mitteln wie FMC behandeln.
Die Wirksamkeit von Salz, wie es einige Autoren vorschlagen, können wir nicht bestätigen.
Eine einmalige Behandlung ist normalerweise ausreichend. Allerdings kommt es gelegentlich zur Resistenzbildung. Deswegen empfiehlt es sich nach einiger Zeit nochmals einen Hautabstrich zu machen um sicherzugehen, dass der Parasit erfolgreich bekämpft wurde.