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Fischtuberkulose

Erreger:

Die Fischtuberkulose wird von Mycobakterium marinum oder Mycobakterium fortuitum verursacht. Diese Erreger können auch beim Menschen zu Erkrankungen führen! Meist wird hier die Haut an den Händen befallen, wo es zur Bildung von Geschwüren kommt.

Glücklicherweise ist die Fischtuberkulose bei Kaltwasserfischen sehr selten.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt durch Wasser, Carrierfische, Gerätschaften, infizierten Personen und Blut saugende Parasiten.

Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

Die Krankheit verläuft in der Regel chronisch. Sie bleibt unter guten Umweltbedingungen oft unentdeckt. Im Falle einer akuten Erkrankung sind ein dunkle Verfärbung der Haut, Schuppensträube und Glotzaugen zu sehen. Auf den Organen der Fische sind oft so genannte Tuberkel zu sehen, das sind kleine Erhebungen auf der Oberfläche, die oft weißlich verfärbt sind. 

Diagnose:

Diese gestaltet sich schwierig. Die Symptome sind relativ ungenau und der Erreger lässt sich nur sehr schwer in künstlichen Medien züchten. Allerdings kann man die Bakterien oft in den Tuberkeln mit Hilfe der Ziehl- Nielssen Färbung nachweisen. Die post mortem Diagnose ist also mehr oder weniger einfach.   

Behandlung:

Eine Behandlung der Fischtuberkulose ist selten von Erfolg gekrönt. Die Bakterien sitzen sehr gut eingekapselt in den Tuberkeln. Antibiotika erreichen sie dort in der Regel nicht. Glücklicherweise ist die Erkrankung beim Koi nicht von großer Bedeutung, da sie aber auf Menschen übertragbar ist sollte man gewisse Vorsicht walten lassen. Die Infektion beim Menschen erfolgt über kleine Hautwunden. Menschen mit kleinen Verletzungen sollten also lieber Handschuhe tragen, wenn Sie mit potenziell erkrankten Fischen hantieren.