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Flossenfäule und Kiemenschwellung

Erreger:

Der Krankheitskomplex Flossenfäule/ Kiemenschwellung wird in der Regel von Myxobakterien verursacht. Zu diesen gehören die Gattungen Flavobakterium, Flexibacter und Cytophaga. Diese Erreger sind in der Koihaltung allgegenwärtig. Sie vermehren sich auch bei niedrigen Temperaturen sehr gut und stellen so ein häufiges Problem in der kalten Jahreszeit dar.  

Übertragung: 

Myxobakterien sind in jedem Teich anzutreffen. Sie werden durch verseuchtes Wasser, Fische, Gerätschaften, Parasiten und auch dem Menschen übertragen

Krankheitszeichen:

Die Krankheit beginnt mit weißlichen Verfärbungen an den Flossen. Nach und nach werden die Flossen zerfressen, am Anfang nur die Flossenhäute, später werden auch die Flossenstrahlen befallen. Sind die Kiemen befallen, zeigen die Fische eine erhöhte Atmung und stehen oft in sauerstoffreichen Gebieten im Teich.

Diagnose:

Diese gestaltet sich mit einiger Erfahrung nicht schwierig. Bei fleckigen Veränderungen an den Flossen sollte immer an Myxobakterien gedacht werden. Ein definitiver Erregernachweis gestaltet sich allerdings schwierig.

Behandlung:

Die Behandlung mit Antibiotika sollte nur nach erstellen eines Antibiogrammes erfolgen. Die Erfahrung zeigt, das unspezifisch wirkende Desinfektionsmittel einen besseren Erfolg erzielen als Systemische Antibiotika. Als gut wirksam hat sich z.B. Chloramin- T erwiesen. Aber auch Per- Essigsäure ist wirksam. Eine Überprüfung des gesamten Systems und Optimierung der Umweltbedingungen ist unerlässlich.