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Herkunft der Koi

Bis heute ist nicht völlig geklärt, wann und wo die ersten Zierkarpfen aufgetaucht sind. Es existieren viele historische Aufzeichnungen, die tausende von Jahren alt sind. Schon vor Chr. gibt es die ersten Beschreibungen von mehrfarbigen Karpfen. Dies lässt vermuten, dass es schon früher zufällige Mutationen gab, die aber nicht wie heute konsequent weiter gezüchtet und entwickelt worden sind.

Der Name Koi ist die Kurzform des Wortes japanischen Wortes Nishikigoi. Der Ursprung der heutigen Koi ist relativ gut beschrieben. Die ersten Vorfahren sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der japanischen Präfektur Niigata zufällig entstanden. Niigata, damals hieß es noch Echigo, liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu und war im 18ten Jahrhundert schwer zu erreichen und unzugänglich durch das Gebirge. Die Reisbauern haben damals zur Nahrungsaufbesserung Karpfen gezüchtet.

Etwa im Jahre 1800 fielen den Züchtern die ersten farbigen Karpfen auf. Am Anfang waren es nur wenige Farben wie rot, weiß und gelb. Da die Präfektur sehr abgeschieden und von Tokio aus sehr schwer zu erreichen war, hat es sehr lange gedauert bis die Koi in Japan überhaupt bekannt wurden. Erst hundert Jahre später wurden die ersten Koi auf einer Show, der so genannte Taisho-Ausstellung, in Tokio im Jahre 1914/15 gezeigt. Eine Gruppe aus der Präfektur Niigata unter der Leitung des Bürgermeisters gründete die erste Koi Organisation und organisierte, dass die schönsten Koi zur Taisho-Ausstellung nach Tokio kamen. Da Tokio und Niigata einige hundert Kilometer auseinander liegen und die Verkehrswege nicht ausgebaut waren wie heute, war es ein sehr schwieriges Unterfangen, die Koi im guten und lebenden Zustand nach Tokio zu bekommen. Die Taisho-Ausstellung war keine reine Koi-Messe wir die heutige große Show in Tokio, sondern die Koi waren nur ein kleiner Teil der Messe, auch war die Show deutlich länger, sie lief über einige Monate.

Zum großen Glück der Koi, soll der japanische Kronprinz während der Ausstellung großes Interesse an den Koi gezeigt haben. Der Bürgermeister überließ dem zukünftigen Kaiser einige der besten Koi, was natürlich nicht ganz uneigennützig war, den die Aufmerksamkeit des zukünftigen Kaisers war für die Koizucht von großer Bedeutung. Am Ende der Taisho Ausstellung gewannen die Koi noch den zweiten Preis für Fischereiprodukte.

Den wirklich großen Durchbruch erlebten die Koi aber erst ab dem Jahre 1946, nach Ende des 2. Weltkrieges. Die wirtschaftliche Not der Bevölkerung wurde deutlich besser, die japanische Regierung wurde liberaler, es wurde der Handel mit jeder Art von Wirtschaftsgut erlaubt und die Transportwege wurden durch die wirtschaftliche Entwicklung immer besser, was dem Koihandel völlig neue Möglichkeiten eröffnete. Nach dem Krieg soll es einige tausend Haushalte in Niigata gegeben haben, die sich mit der Koi Zucht beschäftigt haben. In den 60er Jahren stieg die Anzahl noch einmal weiter an bis auf ca. 6000 Koizüchter.

Heute gibt es mehrere Gebiete in Japan in denen sehr erfolgreich Koi gezüchtet werden, doch Niigata hat immer noch die meisten Züchter. Es wird geschätzt, dass ca. 300 echte Züchter in Niigata ihrem Handwerk nachgehenden. Sehr viele Züchte sind nur kleine Familienbetriebe mit wenigen Teichen und einen kleinen Gewächshaus für den Winter. Aber dennoch darf man auf keinen Fall den Fehler machen, einen Züchter nach seiner Größe zu beurteilen. Gerade die kleinen Züchter sind häufig auf eine Varietät mit sehr hohem Niveau, spezialisiert.

Die ganze Region um die Koi Stadt Ojiya – City in der Präfektur Niigata ist auf die Koi ausgerichtet. Schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof sieht man die übergroßen Koi die als Ein- und Ausgänge der Unterführungen dienen.

Das Wort Nishikigoi bedeutet im japanischen Brokatkarpfen:

Das japanische Zeichen dafür ist: 錦鯉

Die Stadt Ojiya City, in der Präffektur Niigata, ist die heimliche Hauptstadt der Koi. Es gibt dort ein kleines aber sehr schönes Museum zum Thema Koi. Bei unserem letzten Besuch haben wir einige Bilder gemacht.