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Karpfenlaus (Argulus spp.)

Erreger:

Karpfenläuse gehören mit zu den gefährlichsten Parasiten. Sie werden praktisch überall angetroffen und eine Infektion des Teiches kann nur relativ schwer kontrolliert werden. Die Karpfenlaus wir mit ca. 7-13 mm sehr groß und kann so einfach Diagnostiziert werden. Es handelt sich um stark abgeflachte, durchsichtige Krebse. Der Parasit besucht den Fisch bzw. Koi nur zum Fressen. Den Rest der Zeit verbringt er frei im Wasser. Die Eier werden an Wasserpflanzen oder anderen geeigneten Plätzen abgelegt. Der Krebs haftet sich mit zwei Saugplatten an der Schleimhaut des Fisches fest. Mit einem Giftdrüsenbewehrten Stachel dringt er in die Haut und ernährt sich vom Blut des Fisches. Hohe Temperaturen begünstigen die Vermehrung der Karpfenlaus.
Bei Massenbefall kann es zu einer Anämie kommen. Das Gift aus dem Stachel kann für sehr kleine  Die entstehenden Hautwunden werden oft sekundär von Bakterien oder Pilzen befallen.

Übertragung:

Ankerläuse sind vor allem in Naturteichen recht häufig anzutreffen. Eine Infektion eines karpfenlausfreien Teiches findet in der Regel durch befallene Fische statt.
Aber auch das Einschleppen von Eiern mit Pflanzen ist von großer Bedeutung.
 
Krankheitszeichen:

Meist sieht man den Parasiten deutlich auf der Haut. Man kann unter Umständen sogar die Kriechspuren der Läuse sehen. Ist der Befall sehr stark, kommt es zu Anämien (Blutarmut), welche den Fisch weiter schwächen. Sehr häufig entstehen größere Wunden durch Sekundärinfektionen, die dem geschwächten Fisch schwer zusetzen können. Im Sommer kann es zu Massenvermehrungen kommen, die zu erheblichen Verlusten führen. Karpfenläuse können Infektiöse Krankheiten übertragen!

Diagnose:

Befall mit Karpfenläusen wird in der Regel auch vom Laien sofort erkannt.
Der Parasit wird mit bloßem Auge auf der Haut gesehen.

Behandlung:

Die Behandlung von einem geringgradigen Befall kann durch absammeln der Läuse mit erfolgen. Auch mit Praziquantel-, Mebendazol- oder Flubendazol-haltigen Präparaten. Da alle oben genannten Mittel verschreibungspflichtig sind, kontaktieren Sie bitte einen Tierarzt. Da Eier nicht abgetötet werden, muss die Behandlung wiederholt werden. Eine Kontrolle von Neuzugängen kann eine Infektion verhindern. In stark verkrauteten Teichen kann der Einsatz von natürlichen Fressfeinden (z.B. Sonnenbarsche)sinnvoll sein um die Parasitenzahl zu dezimieren.