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Lochkrankheit - Lochsyndrom

Erreger:

Das so genannte Lochsyndrom ist ein weit verbreitetes Problem in der Koihaltung. Es lässt sich zum heutigen Zeitpunkt kein bestimmter Erreger dafür verantwortlich machen.

Man nimmt jedoch an, dass kleine Wunden verursacht durch Parasiten oder Schleimhautschäden aufgrund schlechter Umweltbedingungen das Ursprüngliche Problem sind. Die von den Wunden isolierten Erreger gehören in der Regel zu den Pseudomonaden oder Aeromonaden.

Übertragung: 

Pseudomonaden und Aeromonaden sind normale Bewohner der Schleimhaut. Wird diese jedoch verletzt und die Keime gelangen in tiefere Gewebe können Sie böse Wundinfektionen mit großen Gewebeschäden verursachen.

Krankheitszeichen:

Die Krankheit beginnt mit kleinen Hautrötungen. Nach kurzer Zeit hebt sich meist eine Schuppe ab. Diese fällt schließlich aus der Schuppentasche und es bildet sich ein Loch.

Diese Löcher sind mittig oft tiefrot, am Rand findet sich ein weißer Saum.

Nach und nach wird das Loch, wenn nicht behandelt wird immer größer und vor allem auch tiefer. Im letzten Stadium verenden die Tiere oft an einer Septikämie.

Diagnose:

Die Diagnose ist, im Gegenteil zu der Behandlung, einfach. Die Hautwunden werden auch vom Laien schnell erkannt. Es sollte in jedem Falle eine Tupferprobe von den Wunden genommen werden und eine Keimbestimmung incl. Antibiogramm erstellt werden.

Behandlung:

Der erste Schritt sollte die Überprüfung der Umweltbedingungen sein. Eine parasitologische Untersuchung sollte ebenfalls durchgeführt werden.

Dann sollte eine gründliche Wundreinigung mit z.B. Wasserstoffperoxid 3%-ige Lösung erfolgen. Die Wunde sollte nach der Säuberung mit einer geeigneten Creme abgedeckt werden. Es kann von Nöten sein, die Wundbehandlung zu wiederholen.

Die Behandlung mit Antibiotika sollte nur nach erstellen eines Antibiogrammes erfolgen.