Koifutter

Koifutter Grundlagen

10 Feb , 2017  

Der Koi gehört zu der großen Familie der Karpfenfische (Cyprinus carpio) die Allesfresser (Omnivore) sind. Fast alles was sie im Ganzen verschlucken können, wird von ihnen gefressen. In der herkömmlichen Karpfenzucht, macht man sich diese Eigenschaft zu Nutze, denn der Speisekarpfen soll schnell an Gewicht zulegen und an das Futter (Mastfutter) werden daher auch andere Anforderungen gestellt, als sie für einen Koi erforderlich sind. Der Koi, Nishikigoi kurz Koi genannt, den man wegen seiner vielfältigen Färbungen auch Brokatkarpfen nennt, benötigt ein hochwertiges Futter welches für das Wohlergehen, die Gesundheit und eine lange Lebensdauer der Fische sehr wichtig ist. Während der wild lebende Koi seine pflanzliche und proteinhaltige Nahrung, wie Algen, Wasserpflanzen, Insekten, Würmer, Krebstierchen, wichtige Mineralien und Vitamine usw. in seiner natürlichen Umgebung vorfindet, müssen ihm diese in der künstlichen Haltung in ausreichender Menge zugeführt werden.

Weil der Koi keinen Magen besitzt, wird die Nahrung in seinem darmähnlichen Schlauch verarbeitet und unverdauliche oder zu große Futtermengen werden als Kot ausgeschieden. Die Wasserqualität und die Gesundheit der Tiere können durch übermäßiges, unverdautes Futter und entsprechendem Kotabsatz sehr beeinträchtigt werden und Krankheiten begünstigen. Ein verantwortungsbewusster Koi Besitzer wird daher immer auf ein sehr hochwertiges Koifuter mit guter Verdaulichkeit und Verwertbarkeit achten. Gutes Koifutter erkennt man unter anderem auch daran, dass kein minderwertiges Eiweiß verwendet wird, die richtigen Öle, essentielle Fettsäuren, Aminosäuren, Vitamine, Mineralien enthält und bei der Herstellung auf schonende Verarbeitung Wert gelegt wird. Ein solches Koifutter ist daher auch in der Lage die natürlichen Nahrungsquellen der Kois vollständig zu ersetzen. Das Immunsystem wird mit probiotischen Stoffen im Frühjahr und Herbst stimuliert um den Koi gegen Bakterien und Parasiten zu stärken. So sorgt ein gutes Koifutter mit seiner Zusammensetzung, für ein gesundes Wachstum, Farbentwicklung und Gesundheit des Koi. Shrimps Flohkrebschen und Grillen werden als Beigabe von den Kois sehr geschätzt.

Da der Koi zu den wechselwarmen Tieren zählt, verändert sich dementsprechend auch sein Fressverhalten. Der Stoffwechsel ist bei geringer Wassertemperatur niedriger und es sollte weniger Futter angeboten werden. Bei Temperaturen unter 10 Grad sollte man fast gar nichts mehr füttern und allerhöchstens 2 mal wöchentlich auf Futter, welches zudem Weizenkeimbasiert ist, zurückgreifen. Bei Temperaturen unter 5 Grad kein Futter mehr anbieten um die Kois nicht mehr zu stören. Steigt die Wassertemperatur sollte auch das Futterangebot wieder entsprechend erhöht werden.
Doch gilt es dabei zu beachten, dass man die Kois nicht überfüttert. Kleine Koi benötigen ca 5 % ihres Körpergewichtes als tägliche Futtermenge und große Kois wie ein Jumbo ca 1 %. Ein glücklicher Besitzer prachtvoller und gesunder Kois, wird deshalb auch immer auf gutes Koifutter und die richtige Futtermenge für seine Lieblinge achten.

Immerhin danken die Kois es einem, mit einer langen Lebensdauer, prachtvoller Färbung, und einer Größe die bis zu 1,7o mtr. betragen kann. Bei optimalem Koifutter und liebevoller Pflege kann ein Koi 60-70 Jahre alt werden und wird von den Japanern besonders verehrt. Die japanische Flagge ist weiß mit einem leuchtend roten Kreis in der Mitte und so sehen die Japaner in Kois die weiß mit einem roten Kreis auf dem Kopf sind, “ Die Verneigung der Natur vor dem japanischen Volk“. In Japan soll angeblich ein Koi gelebt haben der es auf stattliche 200 Jahre Lebensdauer gebracht hat. Daran kann man sehen, wie wichtig ein gutes Koifutter ist.

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