Koi Gesundheit

Trichodina

1 Feb , 2016  

Erreger:

Trichodina sind einzellige Tiere die man, einmal gesehen, nie wieder vergisst. In ihrer Erscheinung erinnern sie mit Ihrer runden Form und dem Hakenkranz an eine Sonne.
Unter dem Mikroskop sieht der Hakenkranz aus wie das Blatt einer drehenden Kreissäge. Mit diesen Haken raspeln die Parasiten die oberen Hautschichten des Fisches ab. Das dient Ihnen als Nahrung.
Ihre Größe von 30- 90µm macht Sie im Mikroskop leicht erkennbar.
Trichodina ist in der Regel in geringer Zahl auf jedem Fisch zu finden und stellt dann keine Gefahr dar. Nur bei alten und schwachen Tieren kann es zu einem Massenbefall kommen. Somit ist der Parasit in gewisser Weise auch ein Indikator für den Allgemeinzustand des Fisches. Ein Massenbefall kann auf ein anderes Gesundheitsproblem hindeuten. Probleme werden in der Regel durch Sekundärinfektionen mit Bakterien oder Pilzen hervorgerufen.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt entweder direkt durch das einsetzen von befallenen Fischen in den Teich, oder aber Trichodina wird durch Wasserpflanzen oder andere Teichtiere eingeschleppt. Es gibt mehrere Arten von Trichodina, von denen einige wirtsspezifisch sind, d.h. sie befallen nur eine bestimmte Fischart. Andere wiederum können alle Fische befallen. Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

In der Regel gehen Trichodinainfektionen symptomlos von statten. Wenn Symptome zu sehen sind ist es meistens eine leichte Hauttrübung oder Kiemenschwellung. Schlimmere Krankheitszeichen haben meist einen bakteriellen Hintergrund augrund von Sekundärinfektionen.

Diagnose:

Diese erfolgt über einen Haut- und/oder Kiemenabstrich. Meist sind Trichdina schon in niedriger Vergrößerung anhand ihrer typischen Form zu erkennen. Nur wenn sehr viele Parasiten in einem Abstrich gefunden werden stellt dies ein Problem dar.

Behandlung:

Eine Behandlung ist nur bei einem Massenbefall notwendig.
Eine einmalige Behandlung gegen Trichodina mit den üblichen Mitteln wie FMC ist normalerweise ausreichend.

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