Wasserwert & Chemie

Nitrit

6 Feb , 2018  

Nitrit

ist ein Zwischenprodukt in der biologischen Filterung. Es entsteht aus Ammonium. Nitritbakterien (Nitrosomonas) erzeugen durch Oxidation aus Ammonium Nitritionen.

Das wichtige für die Koihaltung ist, dass Nitrit sehr giftig für Koi ist. Nitrit wandelt das Hämoglobin des Blutes in Methämoglobin um. Das bedeutet einfacher gesagt, dass die Koi Sauerstoff nicht mehr richtig im Körper transportieren können und innerlich an Sauerstoffmangel sterben.

Für die Koihaltung ist wichtig zu wissen, wie es zu überhöhten Werten kommen kann:

1.Filter ist neu und nicht eingefahren.

2.Überbesatz

3.Sauerstoffmangel

4.Übermäßig Fütterung, dadurch starke Verschmutzung des Wassers und Filters.

Der wichtigste und häufigste Punkt ist der nicht eingefahrene Filter. Die größte Gefahr ist der so genannte Nitritpiek, der nach ca. 4 Wochen auftritt. Dieser Nitritpiek ist sehr schwer zu verhindern und unter Kontrolle zu bekommen. Es passiert folgendes: Sobald ein neuer Filter gestartet wird, ist natürlich noch keine biologisches Material vorhanden. Die Bakterienstämme, die die giftigen Stickstoffverbinden zu Ammonium, Nitrit und Nitrat oxidieren, sind noch nicht vorhanden Dieser Vorgang nennt sich Nitrifikation und wird von verschieden Bakteriengattungen vorgenommen.

Nitritbakterien (Nitrosofizierer z. B. Nitrosomonas) oxidieren Ammonium zu Nitritionen

Nitratbakterien (Nitrifizierer, z. B. Nitrobacter)oxidiren Nitritionen zu Nitrationen .

Leider bilden und vermehren sich die verschieden Gattungen dieser Bakterien nicht alle gleich schnell. Deswegen wird man grundsätzlich in einem neuen System erst erhöhte Ammoniumwerte feststellen und zeitlich versetzt erhöhte Nitritwerte.

Gegenmaßnahmen bei erhöhten Nitritwerten : Hohe Nitritwerte sind sehr schwer zu senken. Das Einzige was sicher und schnell Hilft ist ein Wasserwechsel. Natürlich sollten Sie die Koi in ein eingefahrenes Becken umsetzen, wenn Sie eines zur Verfügung haben. Das Erhöhen des pH Wertes auf ca. 8 ist hilfreich und oder die Zugabe von Salz ca. 0,3 – 0,5% (niemals mit Zeolith). Diese Maßnahmen reduzieren die Giftigkeit des Nitrits für die Koi, senken aber nicht das Nitrit. Ozon oxidiert Nitrit zu relativ ungiftiges Nitrat, aber das geht auch nicht innerhalb von wenigen Stunden. Aktivkohle oder Zeolith haben nur sehr mäßigen Erfolg und sind für eine schnelle Hilfe ungeeignet.

Die Punkte 2 bis 4 sind bei eingefahren Systemen recht gut in Griff zu bekommen, in dem die Fütterung reduziert, der Sauerstoffgehalt erhöht, der Überbesatz reduziert und regelmäßig Teilwasserwechsel vorgenommen wird. Des Weiteren sollten Sie sämtlichen Schlamm aus der Filteranlage und dem Becken herausspülen (nur mit Teichwasser).

Auf gar keinen Fall dürfen Punkt1 und Punkt 2 bis 4 kombiniert werden, dass heißt neue Becken und Filter sollten mit sehr geringem Koibestand, wenig Fütterung und optimalen Sauerstoffbedingungen eingefahren werden. Sie sollten einen Zeitraum von ca. 6 Wochen planen bei ca. 20°C Wassertemperatur um den Filter einigermaßen einzufahren. Denn der Nitritpiek kommt auf jeden Fall, mehr oder weniger stark und Ihre Sorgfalt entscheidet über die Gesundheit Ihrer Koi.

Welche Konzentrationen sind gefährlich:

0,1 mg/ Liter : Im weichen Wasser ist das der absolute Grenzwert für eine Dauerbelastung.

0,2 mg/ Liter : Im harten Wasser ist das der absolute Grenzwert für eine Dauerbelastung.

0,3 mg/ Liter : Im weichen Wasser kann es zu Schädigungen kommen.

0,6 mg/ Liter : Im weichen und harten Wasser kann es zu Schädigungen kommen, regelmäßige Teilwasserwechsel dringend erforderlich.

1,0 mg/ Liter: die Koi reagieren deutlich, lethargisches Verhalten, liegen am Boden, klemmen die Flossen und produzieren mehr Schleim. Die Situation ist bedrohlich für Ihre Koi.

2,0 mg/Liter : Kann für Koi bereits tödlich sein.

0,01mg/ Liter : Dieser Wert oder weniger sollte der ständigen maximal Wert sein für eine optimale Koi Haltung. Mit einem guten Filtersystem und vernünftigen Besatz ist das Ziel auch kein wirkliches Problem. Sämtliche Werte über 0,01mg/ Liter sind ein Zeichen dafür, dass etwas im System nicht richtig funktioniert und Sie sollten dem nachgehen.

Messung des Nitrits : Sparen Sie auf keinen Fall an ein vernünftiges Messgerät, es kann Sie teuer zu stehen kommen. Jeder Art von Streifentest ist völlig ungeeignet und bringt keine guten Ergebnisse. Beim Kauf eines Nitrit -Testes achten Sie bitte auf die Auflösungen und den zu erwartenden Messfehler. Es gibt Test die so grob sind, das sie Wert unter 0,5mg/Liter nicht auflösen können. Da heißt, Sie haben einen erhöhten Wert von z.B. 0,3mg/L und weiches Wasser und Ihr Test zeigt Ihnen an, dass alles im grünen Bereich liegt. Deswegen achten Sie genau auf den Messbereich und die Auflösung Ihres Testes. Wir empfehlen ein Photometer eines guten Herstellers.

Koifutter

Koifutter Fütter im Winter

6 Feb , 2018  

Koifutter Fütterung im Winter

  • Wie soll ich füttern?
  • Welches Koifutter so ich füttern?
  • Welche unterschiede gibt es beim Koifutter?

Immer wenn es auf den Herbst zugeht kommt die Frage auf „ wie lange soll ich meine Koi im Winter füttern?“ . Eine allgemeingültige Antwort hierauf gibt es nicht,  denn die Wetterlage, die Koi und die Teichanlage sind entscheidende Parameter,. Hier einige Beispiele:
In den Wintern, in denen kaum Frost und Schnee herrscht, können die Koi nahezu durch gefüttert werden. Wenn jedoch der Winter sehr früh einbricht und lange mit sehr tiefen Temperaturen anhält, werden die Koi nicht gefüttert.
Um zu verdeutlichen wie unterschiedlich die Fälle sind, hier ein weiteres Beispiel: Ein Kunde hat einen voll isolierten Teich und deckt diesen auch noch mit Doppelstegplatten (16mm) im Winter ab. Er hatte selbst bei sehr harten Wintereinbrüchen und Außentemperaturen von -15°C , selten Temperaturen unter 8°C im Teichwasser. Seine Koi fressen  den ganzen Winter hindurch.

Insofern hängt es im Wesentlichen von Ihrer Teichanlage (haben Sie z.B. Ihren Teich abgedeckt?), von den lokalen Temperaturen  und der allgemeinen Wetterlage ab, ob und wie lange die Koi im Winter gefüttert werden.  Ich konnte immer wieder feststellen, dass Koi bei Wassertemperaturen von 8°C immer noch gerne Futter aufnehmen, sinken die Temperaturen aber unter 4°C geht der Stoffwechsel der Koi soweit zurück, dass sie kein Futter mehr aufnehmen.
Sehr großen Einfluss auf das Fressverhalten Ihrer Koi hat natürlich eine Teichabdeckung. Mit einer guten Teichabdeckung  können Sie die Teichtemperatur stabil halten und somit  auch den Stoffwechsel Ihrer Koi. Das Teichwasser gefriert nahezu gar nicht mehr und die durchschnittlice Temperatur im Teich werden um ein paar Grad angehoben. Dies hat  zur Folge, dass Ihre Koi auch im Winter noch Futter einfordern.
Ich persönlich füttere unsere Koi immer solange im Jahr,  wie diese Koifutter aufnehmen. Im Winter reicht es in der Regel einmal am Tag zu füttern. Auch die Futtermenge kann im Vergleich zum Sommer stark reduziert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der  Fütterungsstrategie ist natürlich auch die Bauart Ihres Teiches..  Können Sie den Filter im Winter durchlaufen lassen? Haben Sie ein Schwerkraft-System, bei dem der Filter vor den Außentemperaturen geschützt ist oder haben Sie ein gepumptes System welches den Außentemperaturen ungeschützt ausgesetzt ist und im Winter evtl. einzufrieren droht?
Müssten Sie z.B. Ihren Filter im Winter abschalten, dann ist es auch ratsam die Fütterung einzustellen.
Wie Sie sehen, gibt es eine Menge individueller Parameter die entscheiden , ob gefüttert werden kann und ob die Koi Futter aufnehmen werden, ohne dass wir über  das Futter selbst gesprochen haben,
Fazit der vorherigen Ausführungen ist, dass eine Fütterung  bis  ~ 7-8°C Teichtemperatur durchaus sinnvoll sein kann, bei Temperaturen darunter sollten Sie Ihre Koi genau beobachten und nur füttern, wenn diese das Futter noch aufnehmen.  Für eine stabile Teichtemperatur sind Sie verantwortlich,  z.B. durch eine gute Teichabdeckung, nicht das Wetter,.

Für weitergehende Informationen lesen Sie bitte auch meinen Artikel über  Teichabdeckung und Teichheizung.
Ein gut konditionierter Koi kommt mehrere Monate ohne Futter aus, ohne Schaden zu nehmen.
Für weitergehende Informationen lesen Sie meinen Artikel: “Koi für den Winter vorbereiten“.
Was sollte gefüttert werden?  Aus meiner Sicht gibt es leider sehr viele falsche Koifutter Sorten für den Winter und es werden  viele Werbesprüche verwendet, wie z.B. leicht verdaulich, sehr bekömmlich usw, die meiner Ansicht nach einfach nichts mit dem zu tun haben . Ich bin kein Freund von Weizenfutter für den Winter. Häufig sind es Futtersorten mit sehr niedrigem Fettgehalt, was den Koi nicht weiterbringt.  Diese Futtersorten wurden in der Regel auch nicht für den Winter entwickelt, sondern kommen häufig aus der Karpfenzucht und hatten da ganz andere Zielsetzungen. Grundsätzlich füttere ich im Winter ein sinkendes Futter mit hohem Fettgehalt.  Der Fettgehalt sollte mindestens 15% Fett sein und am besten durch ein gutes Fischöl dargestellt werden.  Das Fett dient als Energiequelle, denn die Koi sind aufgrund ihres abgesenkten Stoffwechsels nicht in der Lage, Protein und  Kohlenhydrate gut umzusetzen.
Sie wollten Ihre Koi im Winter wie einen Eskimo ernähren, Fett.

Koi Gesundheit

Bakterielle Erkrankungen

6 Feb , 2018  

Bakterielle Erkrankungen

Bakterien sind einzellige Organismen, die auf unterschiedliche Weise Erkrankungen bei Fischen hervorrufen können. Es gibt Bakterien, welche sich direkt vom Gewebe der Fische ernähren (z.B. Flexibacter columnaris oder die Fischtuberkulose), oder Bakterien die am Fisch siedeln und ihn durch Ausscheidung von schädlichen Substanzen krank machen.

Bakterien sind vom Laien nur sehr schwer zu erkennen, auch im Mikroskop. Hierfür sind spezielle Färbemethoden von Nöten.

Das Aussehen von Bakterien ist sehr unterschiedlich. Es gibt punktförmige, längliche, spiralförmige und auch Sanduhrformen können beobachtet werden.

Grob können die in der Koihaltung wichtigen Bakterien in 2 Gruppen eingeteilt werden:

Man unterscheidet zwischen obligat pathogenen (zwingend krankmachenden) und fakultativ pathogenen (bedingt krankmachenden) Bakterien.

Erstere sind, wenn Sie im Teich auftauchen, immer von großer Bedeutung, da sie, wenn in ausreichender Zahl vorhanden sind, den Fisch immer krank machen. Hierfür sind keine anderen Umstände Vorraussetzung. Manche dieser Keime können auch für Menschen gefährlich werden (Fischtuberkulose!).

Letztere sind eigentlich immer im Teich zu finden und leben am Fisch (vor allem auf der Schleimhaut) ohne ihm Schaden zu können. Im Gegenteil haben manche (z.B. bestimmte Aeromonaden), ähnlich wie auf der menschlichen Haut, sogar einen positiven Effekt auf die Gesundheit des Fisches indem sie die Ansiedlung von obligat pathogenen Bakterien verhindern.

Unter bestimmten Umständen können diese Bakterien aber zum Problem werden. Wenn sie z.B. in von Parasiten verursachte Wunden gelangen kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung und es entstehen starke Hautentzündungen, welche zu Geschwürbildung führen.

Eine weitere nicht unbedeutende Bakteriengruppe sind die Saprophyten. Dies sind durchweg nützliche Bakterien. Zu ihnen zählen z.B. die Filterbakterien oder auch bestimmte Darmbakterien, die dem Fisch bei der Verdauung der Nahrung helfen.

Diese Bakterien können auch in der Behandlung von Fischen eingesetzt werden.

Werden z.B. Milchsäurebakterien über das Futter gegeben, lässt sich ein positiver Effekt auf das Immunsystem des Fisches erkennen. Dies liegt daran, dass bei Fischen wahrscheinlich das wichtigste Organ des Immunsystems der Darm ist. Hier findet man große Ansammlungen an lymphatischem Gewebe ähnlich der Lymphknoten des Menschen. (mündl. Mitteilung Prof. Steinhagen, TiHo Hannover). Die Milchsäurebakterien stimulieren wahrscheinlich die Immunabwehr des Fisches, so dass dieser besser aus eigener Kraft gegen Krankheiten kämpfen kann. Ins Wasser gegeben siedeln diese Bakterien auf der Schleimhaut des Fisches und verdrängen schädliche Bakterien. Hierdurch kommt es oft zu einer Beschleunigung der Wundheilung.

Erkrankt ein Fisch an einer bakteriellen Infektion ist oft die einzige mögliche Therapie der Einsatz von Antibiotika.

Antibiotika sind Stoffe, die entweder den Stoffwechsel oder die Struktur der Bakterien zerstören.

Richtig eingesetzt sind sie eine effektive Waffe im Kampf gegen Infektionen.

Aber eben nur dann.

Bakterien haben die Eigenschaft sich sehr schnell zu vermehren, im Allgemeinen dauert ein Generationenwechsel zwischen 8-24h. Bedingt durch diese schnelle Vermehrung und ihren relativ einfachen Aufbau kommt es regelmäßig zu Mutationen, welche die Bakterien verändern. Wird nun während einer solchen Mutation die Zellwand oder der Stoffwechsel der Bakterien verändert werden Antibiotika wirkungslos. Das Bakterium ist resistent geworden!

Antibiotikaresistenzen sind ein immer größer werdendes Problem in der Fischhaltung.

Durch die massenhafte und meist falsche Anwendung können sich Resistenzen sehr schnell entwickeln. Immer öfter haben wir es bei Infektionen mit so genannten multiresistenten Keimen zu tun, dass heißt in der Regel, das dem Fisch nicht mehr zu helfen ist.

Aus diesem Grund sollte eine Antibiotikagabe nur vom Tierarzt nach Erstellung eines Antibiogramms vorgenommen werden.

Optimalerweise wird vor der Behandlung eine Tupferprobe aus der Wunde genommen und im Labor der Erreger bestimmt und dann ein Antibiogramm erstellt.

Leider werden hier recht häufig die falschen Keime identifiziert, was an einer falschen Probennahme liegen kann. Oft sind die tatsächlichen Verursacher der Erkrankung tief im Gewebe verborgen und werden von anderen Bakterien überwuchert. Diese werden dann im Antibiogramm getestet, sind sensibel für ein bestimmtes Antibiotikum und man führt die Behandlung durch, ohne dass etwas passiert. Dies liegt dann daran, dass der wirkliche Krankheitserreger resistent gegen das Antibiotikum ist aber nicht erkannt wurde. So sollte auch die Tupferprobe von einem erfahrenen Tierarzt entnommen werden.

Erst dann sollte mit der Antibiotikagabe begonnen werden.

Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen.

1.     Badebehandlung:

Die Badebehandlung hat den Vorteil, dass Sie sehr einfach durchzuführen ist. Ihre Nachteile sind aber, dass a.) sehr große Mengen Antibiotika benötigt werden und b.) die Wirkung des Antibiotikums durch Verunreinigungen oder andere Bakterien im Wasser beeinträchtigt werden kann.

2.     Verabreichung über das Futter:

Hierbei wird das Futter mit dem Antibiotikum getränkt. Nach einer ausreichenden Trocknungszeit wird es dann an die Fische verfüttert. Die Nachteile sind: Die Verabreichung funktioniert nur, wenn die Fische noch fressen, man muss sicher stellen, das genug Antibiotika aufgenommen wird (Dosis für den einzelnen Fisch nur sehr schwer einhaltbar) und zu guter letzt wird das Antibiotikum im Wasser wieder aus dem Futter gelöst. Was wiederum dazu führt, dass die Fische nicht genügend Wirkstoff aufnehmen.

3.     Injektionen:

Dies ist sicher die genaueste Methode. Der Wirkstoff wird direkt im Fisch in den Muskel injiziert, von wo aus er ins Blut diffundiert und im Körper verteilt wird.

Der Nachteil hier ist, dass es für den Laien nicht einfach ist einen Fisch richtig zu spritzen (manchmal übrigens auch für den Fachmann). Oft kann die Injektion nur unter Betäubung gegeben werden. Auch hier sollte nicht eigenmächtig gehandelt werden sondern immer ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Im Falle einer nur leichten Infektion kann der Einsatz von ProBiotika die Gabe von Antibiotika ersetzen. Hier werden die Erreger auf natürliche Weiße bekämpft, ohne Nebenwirkung für die Fische. Diese Behandlung kann auch vom Laien durchgeführt werden und sollte immer als erstes versucht werden. Erzielt man hiermit keinen Erfolg kann man immer noch zu Antibiotika greifen.

Japan Koi

Herkunft der Koi

6 Feb , 2018  

Herkunft der Koi

Bis heute ist nicht völlig geklärt, wann und wo die ersten Zierkarpfen aufgetaucht sind. Es existieren viele historische Aufzeichnungen, die tausende von Jahren alt sind. Schon vor Chr. gibt es die ersten Beschreibungen von mehrfarbigen Karpfen. Dies lässt vermuten, dass es schon früher zufällige Mutationen gab, die aber nicht wie heute konsequent weiter gezüchtet und entwickelt worden sind.

Der Name Koi ist die Kurzform des Wortes japanischen Wortes Nishikigoi. Der Ursprung der heutigen Koi ist relativ gut beschrieben. Die ersten Vorfahren sind mit hoher Wahrscheinlichkeit in der japanischen Präfektur Niigata zufällig entstanden. Niigata, damals hieß es noch Echigo, liegt im Westen der japanischen Hauptinsel Honshu und war im 18ten Jahrhundert schwer zu erreichen und unzugänglich durch das Gebirge. Die Reisbauern haben damals zur Nahrungsaufbesserung Karpfen gezüchtet.

Etwa im Jahre 1800 fielen den Züchtern die ersten farbigen Karpfen auf. Am Anfang waren es nur wenige Farben wie rot, weiß und gelb. Da die Präfektur sehr abgeschieden und von Tokio aus sehr schwer zu erreichen war, hat es sehr lange gedauert bis die Koi in Japan überhaupt bekannt wurden. Erst hundert Jahre später wurden die ersten Koi auf einer Show, der so genannte Taisho-Ausstellung, in Tokio im Jahre 1914/15 gezeigt. Eine Gruppe aus der Präfektur Niigata unter der Leitung des Bürgermeisters gründete die erste Koi Organisation und organisierte, dass die schönsten Koi zur Taisho-Ausstellung nach Tokio kamen. Da Tokio und Niigata einige hundert Kilometer auseinander liegen und die Verkehrswege nicht ausgebaut waren wie heute, war es ein sehr schwieriges Unterfangen, die Koi im guten und lebenden Zustand nach Tokio zu bekommen. Die Taisho-Ausstellung war keine reine Koi-Messe wir die heutige große Show in Tokio, sondern die Koi waren nur ein kleiner Teil der Messe, auch war die Show deutlich länger, sie lief über einige Monate.

Zum großen Glück der Koi, soll der japanische Kronprinz während der Ausstellung großes Interesse an den Koi gezeigt haben. Der Bürgermeister überließ dem zukünftigen Kaiser einige der besten Koi, was natürlich nicht ganz uneigennützig war, den die Aufmerksamkeit des zukünftigen Kaisers war für die Koizucht von großer Bedeutung. Am Ende der Taisho Ausstellung gewannen die Koi noch den zweiten Preis für Fischereiprodukte.

Den wirklich großen Durchbruch erlebten die Koi aber erst ab dem Jahre 1946, nach Ende des 2. Weltkrieges. Die wirtschaftliche Not der Bevölkerung wurde deutlich besser, die japanische Regierung wurde liberaler, es wurde der Handel mit jeder Art von Wirtschaftsgut erlaubt und die Transportwege wurden durch die wirtschaftliche Entwicklung immer besser, was dem Koihandel völlig neue Möglichkeiten eröffnete. Nach dem Krieg soll es einige tausend Haushalte in Niigata gegeben haben, die sich mit der Koi Zucht beschäftigt haben. In den 60er Jahren stieg die Anzahl noch einmal weiter an bis auf ca. 6000 Koizüchter.

Heute gibt es mehrere Gebiete in Japan in denen sehr erfolgreich Koi gezüchtet werden, doch Niigata hat immer noch die meisten Züchter. Es wird geschätzt, dass ca. 300 echte Züchter in Niigata ihrem Handwerk nachgehenden. Sehr viele Züchte sind nur kleine Familienbetriebe mit wenigen Teichen und einen kleinen Gewächshaus für den Winter. Aber dennoch darf man auf keinen Fall den Fehler machen, einen Züchter nach seiner Größe zu beurteilen. Gerade die kleinen Züchter sind häufig auf eine Varietät mit sehr hohem Niveau, spezialisiert.

Die ganze Region um die Koi Stadt Ojiya – City in der Präfektur Niigata ist auf die Koi ausgerichtet. Schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof sieht man die übergroßen Koi die als Ein- und Ausgänge der Unterführungen dienen.

Das Wort Nishikigoi bedeutet im japanischen Brokatkarpfen:

Das japanische Zeichen dafür ist: 錦鯉

Die Stadt Ojiya City, in der Präffektur Niigata, ist die heimliche Hauptstadt der Koi. Es gibt dort ein kleines aber sehr schönes Museum zum Thema Koi. Bei unserem letzten Besuch haben wir einige Bilder gemacht.

Japan Koi

Koi Varianten

6 Feb , 2018  

Faszination der Koi Varianten

Geschichte der Koi

Zur Dokumentation und Variationsbeschreibung werde ich im vorwege eine kurze Erläuterung zum Thema Anfang und Herkunft der Koi schreiben.

In der Zeit um 1000 n. Chr. gab es die ersten Berichte über farbige Karpfen, die sogenannten „Nishikigoi“. Die Fische waren damals eine willkommende Abwechslung für die Reisbauern in Japan. Sie hielten sich die bunten Karpfen als eine Art Haustier und dienten somit nicht als Nahrungsmittel, wie die herkömmlichen schwazen Tiere. Zur Abstammung gibt es keine gesicherten Berichte. Viele Koizüchter vertreten die Meinung der Asagi, ein Koi mit bläulichem Rücken und Netzmuster, sei der Urahne der Koi.
Eine andere Version beschreibt einen schwarzen Karpfen, auch Magoi genannt, mit roten Kiemendeckeln. Er trug den Namen „Hookazuki“, was soviel heißt wie rote Wange. Wie dem auch sei, in einem Punkt sind sich fast alle einig, dass die Geburtsstätte der Koi in der japanischen Präfektur des heutigen Niigata liegt. Hier begann man die Koi gezielt auf Farbe zu züchten und das mit Erfolg. Bereits nach kurzer Zeit hatte man ganz weiße Karpfen und sporadisch traten auch Tiere mit rotweiß Kombinationen auf, was jedoch nicht als festes Muster zu bezeichnen war.

Im weiteren verlauf der Züchtung von Koi traten unzählige Farbvariationen auf, wie zum Beispiel schwarzgelb, schwarzrotweiß, braunweiß und natürlich die einfarbigen glänzenden Karpfen, auch Ogon genannt. Durch die große Bandbreite der verschiedenen Farbkombinationen haben die Züchter angefangen, sich jeweils auf eine Kombination zu spezialisieren. Dies führte dazu, das Koi mit festen Farbmustern und immer perfektionierterer Zeichnung und Körperform enstanden. In all den Jahren gelang es den Züchtern, die uns heute bekannten 100 namentlich zu definierenden Varianten des Koi hervorzubringen.

Im Folgenden werde ich die bekanntesten Farbformen erläutern und die wichtigsten Kriterien der jeweiligen Art nennen.

  • Kohaku
  • Showa
  • Sanke
  • Bekko
  • Utsurimono
  • Asagi und Shusui
  • Koromo bzw. Goromo
  • Kawarimono
  • Hikarimuji
  • Hikarimono
  • Hikariutsuri
  • Kin-Gin-Rin
  • Tancho
  • Doitsu

Japan Koi

Kohaku

6 Feb , 2018  

Der Kohaku (jap. , wörtlich: rot-weiß) 琥珀

Der Kohaku ist sicherlich eine der ältesten Zuchtformen, er gehört zu den Gosanke und ist auch der beliebtesten Koi überhaupt. Insbesondere in Japan wird diese Varietät sehr hoch geschätzt und ist ein absolutes Muss für jeden Koiliebhaber.  Auch in Europa gehört der Kohaku mittlerweile zur Königsklasse und die Nachfrage nach erstklassigen Kohaku wächst stetig.  Eine weitere Eigenschaft, die der Kohaku mit den beiden anderen Gosanke teilt, ist die, dass er bei entsprechender Qualität, zu den teuersten Koi überhaupt gehört.

Merkmale eines guten Kohaku:
Der Kohaku sollte als Grundfarbe ein reines Weiß haben und gleichmäßig mit klar abgegrenzter roter Zeichnung (Beni) gemustert sein. Wobei die Verteilung zwischen dem Rot und Weiß harmonisch und ausgewogen sein sollte. Zuviel Weiß oder Rot ist eher von Nachteil. Das Kiwa muss scharf abgrenzt sein, bei jungen Koi sind die Schuppen häufig noch transparent, so dass die Zeichnung an dieser Stelle unscharf wird. Erst mit zunehmendem Alter bildet sich das Kiwa scharf aus und ist bei jungen Tategoi Kohaku ein gutes Merkmal für weiteres Wachstum.
Es  hat zwingend das Rot auf dem Kopf vorhanden zu sein, im Gegensatz zur Kopfzeichnung müssen Augen und Nase weiß sein. Es gibt natürlich die Ausnahmen der Kuchebeni Kohaku, die auf der Nase oder den Lippen Rot haben. Dieses Rot beim Kuchebeni ist kein Nachteil, aber eben auch kein echter Vorteil, wenn nicht der Rest des Musters zufrieden stellend ist.  Das Weiß darf keine gelblichen oder fleischfarbenen Tönungen aufweisen. Der rote Farbton ist im wesentlich von der Blutlinie abhängig und kann von einem Orange bis zum tiefen bräunlichen Rot variieren, wobei die Qualität der Farben stark durch seine Wirkung bestimmt wird, es muss einen Glanz ausstrahlen und darf auf keinen Fall stumpf und langweilig wirken. Der am höchsten geschätzte Farbton ist ein pinkfarbenes Rot, welches gefolgt wird von einem roten Beni und danach orangefarbenes Beni. Dem pinkfarbene und rotfarbene Beni sagt man die größte Stabilität nach, insbesondere wenn der Koi noch ein starkes Wachstum vor sich hat.

Der Körperbau ist beim Kohaku sehr wichtig, er sollte eine kraftvolle und maskuline Ausstrahlung haben, der Kopf sollte groß sein, Augenabstand (Mehaba)  breit und auch breite Schultern. Ein kraftvoller Schwanzteil und eine lang gestreckte Körperform rundet die Qualität ab. Kohaku der Top-Kategorie wachsen gut über 80cm und die modernen Zuchtformen bringen stetig größere Kohaku hervor.

Fazit: Die wichtigsten Kriterien bei der Bewertung eines Kohaku sind das Beni und der Körperbau und zum Schluss das Muster.

Mehr zum Thema Beni, Kiwa und Sahsi finden Sie hier:

Die wichtigsten Blutlinien :
Die noch heute zum Teil gezüchteten Blutlinien sind, Tomoin, Buketa, Yagozen, Dainichi, Sensuke, Matsunosuke und die Manzoblutlinie. Die Ur-Blutline, von der alle anderen abstammen ist die Gosuke.

Die wichtigsten Muster.

  • Nidan Kohaku: Zweifleck-Kohaku
  • Sandan Kohaku: Dreifleck-Kohaku
  • Yondan Kohaku: Vierfleck-Kohaku
  • Godan Kohaku: Fünffleck-Kohaku
  • Maruten Kohaku : Runder Punkt auf dem Kopf mit Muster auf dem Körper
  • Tancho Kohaku : Punkt auf dem Kopf ohne Muster bzw rote Farbe auf dem Körper.
  • Inazuma Kohaku: Inazuma steht für Blitz. Das Rot ist zickzackförmig auf dem Rücken angeordnet

Japan Koi

Sanke

6 Feb , 2018  

Der Sanke  様々な

Der Sanke gehört zu den großen drei Varietäten der Gosanke und ist somit einer der weitverbreitetsten Koi neben dem Kohaku und Showa.
Die Zucht der Sanke ist für jeden Züchter eine echte Herausforderung, denn kaum eine andere Varietät ist so schwer zu züchten und hat so eine niedrige Erfolgsquote. Dennoch gibt es jedes Jahr einige neue erstklassige Sanke und die Zucht wird von den Top Züchtern stetig weiterentwickelt.

Der Sanke ist ein Koi mit rotschwarzer Zeichnung. Das Sumi  ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Bewertung der Qualität eines Sanke. Wie bei vielen Varietäten ist auch beim Sanke die Entwicklung des Sumi stark von der Blutlinie abhängig, bei einigen Blutlinien bildet es sich sehr schnell aus und ist auch stabil, bei anderen erst nach ein oder zwei Jahren, so dass junge Sanke schwer vom Kohaku zu unterscheiden sind. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich vorhandenes Sumi am Anfang zurückbildet und erst später wieder stärker hervortreten wird.  Die Lage des Sumi ist wichtig, es sollte möglichst nicht im Beni auftreten, sonder Idealerweise Schwarz auf Weiß. Diese Art von Sumi nennt man Tsubosumi. Häufig liegt das Tsubosumi auf dem Weiß berührt aber am Rand den Beni Bereich, auch diese Sumi ist ein Tsubosumi.  Das Sumi auf dem Beni nennt sich Kasane Sumi und häufig ist die Sumi Zeichnung eine Kombination aus beiden. Wo das Sumi in nicht erscheinen sollte ist der Kopfbereich und unterhalb der Seitenlinie.
Der Farbton des Sumi sollte schwarz sein, das Beste ist ein blauschwarzes Sumi auch Hon Sumi genannt.

Auf den Flossen sollte kein Hi (rot) sein, Sumi ist jedoch erwünscht und ist als  Streifen (Tejima) zu beobachten. Bei einigen Sanke bilden diese sich auch nur auf einer Seite der Flosse, was nicht unbedingt als Fehler anzusehen ist, doch schöner bzw. perfekter ist es, wenn beide Seiten Streifen haben so zwischen 2-4 Stück und harmonisch verteilt sind. Das verstärkt die Optik eines guten Sanke.

Der Körperbau des Sanke ist  ebenfalls ausschlaggebend  um z.B. als Tategoi bewertet zu werden. Es gelten ähnliche Merkmale wie beim Kohaku, breiter Augenabstand, der Kopf sollte eine kräftige Form haben und nicht spitz zulaufen, breite Schultern und einen kräftigen Schwanz. Der Körperbau sollte nicht gedrungen wirken sondern  muskulös und gestreckt.
Moderne Sanke werden im größer, die sehr bekannte Blutlinie von Momotarolinie bringt mittlerweile sehr häufig auf über 90cm bei hervorragender Qualität. Im Raum Hiroshima bringt die Konishi Koi Farm ebenfalls erstklassige Sanke hervor, die ein starkes Wachstum haben bei hoher Qualität.
Die größte Zahl an Top Sanke Züchter gibt es in Niigata, wo sicherlich zuerst  die Torazo Koifarm und Sakai genannt werden sollten. Die beiden Züchter  sind absolute Spitzenzüchter zum Thema Sanke.

Bis vor kurzen hätte man sicherlich auch noch Jinbai nennen müssen, um den es aktuell ruhiger geworden ist. Es gibt eine größere Anzahl von Züchtern in Niigata, die sich mit der Sanke-Zucht mehr oder weniger beschäftigen. Häufig ist es für die Züchter ein gefährliches Spiel, sich zu sehr auf die Sanke-Zucht zu konzertieren, da die Zucht schwierig ist und nicht immer zum Erfolg führt. Die folgenden Züchter konnten sich bis heute in der Sanke Zucht behaupten und bringen immer wieder erstklassige Sanke hervor:  Shintaro, Marusyo, Dainichi und Miyatora.
Miyatora ist einer der starken Züchter in Niigata und bring jedes Jahr eine große Anzahl von Sanke auf dem Markt, seine Elterntiere stammen aus der Sadazoblutlinie. Über Dainichi muss man nicht viel sagen, er ist einer der besten und teuersten Züchter in Niigata.

Die wichtigsten Sanke Blutlinie
Torazoblutlinie, Matsunosukeblutlinie, Jinbeiblutlinie und Sadazoblutlinie.

Weitere Variationen dieser Koi Art sind:

Aka Sanke – durchgehendes, großflächiges Rot vom Kopf bis zum Schwanz und schwarze Flecken (Sumi)

Maruten Sanke – runder roter Fleck auf dem Kopf und das Sumi gleichmäßig über dem Körper verteilt.

Budo Sanke – schwarz gefärbte Schuppen über dem Rot, zusätzlich schwarze Flecken

Doitsu Sanke – lederartige Haut ohne Schuppen, dabei Typische Sanke zeichnung

Kuchibeni Sanke –  roter Lippenfleck der sich teilweise über die gesamte untere Lippe ausdehnt

Japan Koi

Beni, Kiwa und Sashi

6 Feb , 2018  

Beni, Kiwa und Sashi

Bei der Bewertung des Beni ist es erforderlich die Blutlinie zu kennen, um die weitere Entwicklung vorher zu sagen. Denn jede Blutlinie hat so ihre Eigenheiten und die Entwicklungsstadion können höchst unterschiedlich sein. Allein die Pigmentierung des Rots in der Haut in abhängig von der Zucht, wie stark sie ist und in welcher Tiefe der Haut sie sich befindet. Allerdings kann ein Koiliebhaber diesen Teil der Beurteilung  am Besten dem Züchter überlassen und in einem persönlichen Gespräch ist nahezu jeder Züchter  bereit die Besonderheiten und Entwicklung seiner Blutlinie zu erklären oder  jeder gute Koi Importeur kann dieses Wissen vermitteln. Die Beurteilung des Beni findet beim Koiliebhaber zu einem viel späteren Zeitpunkt als für den Züchter statt. Für den Koiliebhaber ist es wichtig zu beurteilen, welche Qualität hat das Beni des Koi den ich kaufen möchte und das ist schon nicht einfach. Bei einem schnellen Blick ist häufig der Unterschied zwischen einem Beni im Finishing und einem erstklassigen Tategoi Beni gar nicht so offensichtlich. Im Gegenteil wird dieser Fehler häufig von Einsteigern gemacht, da Koi im Finishing einen besonderen Reiz ausüben. Kleiner Tipp: häufig ist der Verkaufspreis schon ein Hinweis, wirklich erstklassig Tategoi werden nicht verschleudert.
Aber zurück zur sachlichen Bewertung des Beni: Am Besten geht man die Punkte systematisch durch und kann zum Schluss relativ sicher beurteilen welche Qualität man vor sich hat.

Kiwa und Sashi geben schon sehr viel Aufschluss. Das Kiwa ist die Abgrenzung zwischen dem roten Muster und dem Weiss zum Schwanz hin. Es sollte scharf verlaufen und nicht diffus sein. Das Sashi ist der Übergang vom Weiß ins rote Muster vom Kopf aus gesehen. Bei nicht ausgewachsen Koi verläuft das Sashi als diffuses Band zwischen dem Weiß und Rot, die Ursache ist, dass die weißen Schuppen noch transparent sind und die roten Schuppen noch zum Teil unter den weißen liegen. Fehlendes Sashi ist ein starkes negatives Zeichen.
Bei einem guten Beni sollten wir scharfes Kiwa und ein mittle stark ausgeprägtes Sashi beobachten können.
Finishing ist erkennbar an dem oben erwähnten Kiwa (unscharf) und Sashi (nicht vorhanden) und ein weiteres Zeichen ist ein gleichmäßiger roter Farbton ohne Nuancen und alle Schuppen haben durchgängigen die gleiche Farbe, hier besteht die Gefahr eines Finishing und durch weiteres Wachstum ist das Beni stark gefährdet.
Die Farbtöne des Beni weisen ein ganz erhebliches Spektrum auf, dieses hängt einmal von der Blutlinie und natürlich von der Genetik des Koi ab. Es gibt Beni vom orangefarben, rotfarben über rotbraun bis zum pinkfarben. Die besten bzw. am höchst geschätzten Beni sind rotfarben und rotpinkfarben, diese beiden haben die beste Stabilität bei weiterem Wachstum.
Nur sollte sich kein Koiliebhaber sofort auf die Suche begeben und nach einem rotpinkfarbenen Koi Ausschau halten.  Es ist nahezu ausgeschlossen so einen Koi zu finden. Ein Tategoi mit dieser Beni Qualität wäre extrem teuer und selten. Selbst in Japan, bei den Top Züchter, gibt es jedes Jahr nur sehr wenige Koi mit diesem Beni.
Das letzt und sehr wichtige Merkmal ist ein intensiver Glänz der Farben und Haut, stumpfe oder matte Farben sind immer ein negatives Merkmal. Die Erscheinung der Farben muss immer eine positive Ausstrahlung haben, sonst ist jeder Farbton minderwertig.

Fazit: Die Bewertung des Beni kann an Kiwa und Sashi, am Farbton und Glanz sehr gut beurteilt werden . Wenn dann noch zusätzlich geprüft wird, ob ein Finishing vorliegt bekommt man eine recht gute Einschätzung der Qualität des Beni.

Maruzome Kiwa, Kamisori Kiwa
Es gibt zwei Arten von unterschiedlichem Kiwa, dass erste nennt sich Kamisori und bedeutet messscharf, das bedeutet die Außenlinien des Muster wie ein eine scharfe Grenze verläuft.
Dass zweite nennt sich Maruzome und lässt sich am besten beschreiben, dass das Kiwa der Außenlinie einer Muschelschale folgt,  es wird auch häufig damit beschrieben das es dem eine Kirschblütenblatt ähnlich sieht. Weiterhin wird berichtet, dass dieses bei Dainichi Blutlinie zu beobachten ist und diese Kohaku sehr hoch gehandelt werden.

Koifutter

Koifutter im Sommer

6 Feb , 2018  

Koifutter im Sommer

Eine kleine Geschichte des Koi

Der Koi heißt eigentlich „Nishikigoi“ und ist ein Zuchtkarpfen. Der Begriff „Koi“ bedeutet in der japanischen Sprache schlicht „Karpfen“. Seine Herkunft ist nicht eindeutig feststellbar. Es wird vermutet, dass einfarbige Tiere aus Europa stammen, die vor ungefähr 2000 Jahren nach Asien kamen. Dort versahen sie „ihren Dienst“ als Speisefische, aber auch als Insektenfresser wurden sie eingesetzt. Seit dem Jahre 1870 galten Koi, von Adligen in Japan gehalten, als Statussymbol. Bei uns in Europa erfreuen sich diese farbenprächtigen Tiere zunehmender Beliebtheit. Sie können bis zu sechzig Jahre alt werden, ein Gewicht von ungefähr fünf Kilo und eine Länge von bis zu einem Meter erreichen. Auf ihrem Speiseplan stehen Pflanzen, aber auch Insekten und Würmer fressen sie gerne. Wenn die Wassertemperatur unter zehn Grad sinkt, vermögen sie ihren Stoffwechsel zu reduzieren und halten am Gewässerboden eine Art „Winterschlaf“. Koi werden in sechzehn Haupt- und in über einhundert Unterarten aufgeteilt, wobei sich verschiedene, weitere Arten fortlaufend entwickeln.

Koifutter im Sommer

Wenn Sie Ihren farbenprächtigen Lieblingen einen richtig schönen Sommer bereiten möchten, dann sollten Sie darauf achten, die Nahrung ab zehn Grad zunehmend eiweißhaltiger zu gestalten. Zu viel Futter ist jedoch nicht dienlich, da die nicht gefressene Nahrung auf den Grund sinkt und somit einen Nährboden für Algen und Bakterien bietet. Daher achten Sie bitte darauf, kleinere Mengen, jedoch öfter, zu füttern. Die Wassertemperatur ist maßgeblich für die Regulierung des Stoffwechsels verantwortlich, so dass der Appetit dieser wunderschönen Tiere mit der farbenfrohen Zeichnung im Sommer stark ansteigt. Mit einer empfohlenen Wassertemperatur von zwanzig bis sechsundzwanzig Grad, sind Sie in der warmen Jahreszeit auf der sicheren Seite und ermöglichen Ihren Fischen damit eine echte „Wohlfühloase“.

Der Fachhandel bietet Koifutter meist in Form einer Mischung aus kleinen Körnern und größeren Presslingen an. Das richtige Koifutter ist, wie bei allen Lebewesen, von grundlegender Bedeutung für ihre Entwicklung und ihr Wohlergehen. Gerade auch beim Koi werden die Entfaltung, der gesamte Gesundheitszustand und das Wohlergehen elementar von der Auswahl „Ihres“ richtigen Koifutters beeinflusst. Angelehnt an die natürlichen Lebensbedingungen, sollten Sie Ihren Koi viel Frischfutter zu führen. Da die biologische Nahrung sehr reich an Proteinen und Eiweiß in Form von Mückenlarven, Insekten, Bachflohkrebsen, Muscheln und Pflanzen ist, um nur eine kleine, bevorzugte Kost zu nennen, tun Sie Ihren Tieren etwas Gutes, wenn Sie diese Gegebenheiten beim Koifutter beachten. Kümmern Sie sich Sie bitte ebenso darum, dass Sie vitaminreiche Nahrung verabreichen, die viel ungesättigte Fettsäuren enthält. Denn mit ausgewogenem und hochwertigem Koifutter nehmen Sie überdies auf die Farbgebung, die spezifische Zeichnung und die Hautqualität maßgeblichen Einfluss. Hochwertige Koifutter- Mischungen mit ausgewählten Komponenten unterstützen das Immunsystem und erhöhen die Widerstandsfähigkeit Ihrer Tiere enorm.

Was Sie noch beachten sollten

Eine definitive Sommerfütterung für Koi gibt es in dem Sinne nicht, da es vor allem entscheidend auf die Höhe der Wassertemperatur ankommt. Spezielles, hochwertiges Futter für farbenfrohe Arten ist ebenso erhältlich, wie Nahrung, die sich an die unterschiedlichen Bedürfnisse der Tiere anpasst und die verschiedenen Wassertemperaturen und differierende Haltungsformen berücksichtigt. Sie erhalten ausnehmend hochwertiges Koifutter, aber auch im etwas weniger kostspieligen Preissegment werden Sie fündig. Geeignete Futtermischungen als Basis einer guten Ernährung dieser schönen und edlen Fische sind ebenso erhältlich. Es gibt Futtersorten mit mittlerem und auch mit einem besonders hohen Energiegehalt. Ihr Koifutter sollte besonders dann einen erhöhten Nährstoffgehalt aufweisen, wenn Sie Nachwuchs wünschen. Ab einer Wassertemperatur von etwa fünfzehn Grad ist der Einsatz einer solchermaßen hochwertigen Nahrung angezeigt. Dabei achten Sie bitte auch darauf, nicht zu reichlich zu füttern, sondern lieber kleine Mengen mehrmals am Tag zu verabreichen. Wenn Sie eine Verstärkung der Farbe Ihrer Tiere wünschen, dann gibt es auch hierfür ein spezielles Koifutter, wobei eine genügende Zufütterung von Süßwassergarnelen und Seidenraupenpuppen empfehlenswert ist.

Sinkfutter hat ebenso eine positive Bedeutung für die Gesundheit der Tiere. Es kann gut verdaut werden und begünstigt die gesamte Gewässerbiologie. Viele Koifutter- Hersteller empfehlen Sinkfutter nicht nur für Wintermonate, sondern auch als ganzjährige Ernährung. Jedoch ist die Verwendung dieses Futters vor allem wegen seiner leichten Verdaulichkeit bei geringeren Wassertemperaturen im Herbst, Winter und im Frühjahr geboten. Der Teichgrund wird obendrein durch die Bewegung der Fische sauber gehalten.

Wenn Sie ein wenig Abwechslung in den Speiseplan Ihrer Koi bringen möchten, bieten einige Hersteller so genannte „Koi-Snacks“ an. Damit geben Sie ihren Lieblingen eine zusätzliche Gesundheitsunterstützung.

Ausblick

Um Ihre Koi richtig, das heißt mit einem artgerechten und ausgewogenen Spezialfutter zu ernähren, brauchen Sie, neben ein wenig Erfahrung und Fingerspitzengefühl, auch eine besondere Beobachtungsgabe bei der Fütterung. Dabei kommt es auf die geringe, aber dafür häufige, tägliche Nahrungsverabreichung an. Diese muss sich sinnvoller Weise sowohl an die Nährstoffdichte als auch an die Höhe Wassertemperatur anpassen. In drei oder vier Rationen, breit gestreut, füttern Sie Ihre Lieblinge richtig. Sie werden es Ihnen durch ein langes und gesundes, farbenprächtiges Leben danken. Denn wie heißt es doch in einem bekannten Sprichwort: “ Sind die Tiere gesund, freut sich der Mensch“!

Koifutter

Koifutter im Frühjahr

6 Feb , 2018  

Koifutter im Frühjahr

Das Frühjahr ist die schwierigste Zeit im Jahr, der Koi muss innerhalb kurzer Zeit vom Ruhestoffwechsel der Winterzeit umschalten und seinen Stoffwechsel hochfahren. Der Energiebedarf wächst schnell an, jedoch hat der Koi viele Energiereserven im Winter aufgebraucht. Jetzt müssen die Energiereserven schnell wieder aufgefüllt werden. Das Koifutter sollte einen hohen Anteil verdaulicher Energie haben mit einem entsprechenden hohem Fettanteil. Der Fettgehalt ist in seiner Zusammensetzung sehr wichtig: es sollte ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren imKoifutter enthalten sein.

Gerade im Frühjahr treten verstärkt Gesundheitsprobleme mit Koi auf, die auf Energiemangel und Konditionsschwächen beruhen. Die häufigste Ursache dafür ist falsche Fütterung oder minderwertiges Koifutter.

Solange die Wassertemperatur noch unter 10° ist, sollten Sie weiterhin mit ProKoi® Winter füttern. Die Futtermenge ist noch gering zu halten, Sie sollten maximal einmal am Tag füttern.

Wenn die Wassertemperaturen im Frühjahr auf mindestens 10° steigen und die Aktivitäten der Koi sich langsam steigern, kann die Fütterung von ProKoi® Winterfutter auf ProKoi® Frühjahrsfutter umgestellt werden.

Die Anforderungen an ein gutes Frühjahrsfutter sind ganz erheblich. Der Koi ist noch nicht in der Lage seinen Stoffwechsel voll hochzufahren, muss aber trotzdem seine Energievorräte erneuern und Mineralien und Vitamine aufnehmen. Deswegen ist ein spezielles Frühjahrsfutter zum Konditionieren der Koi erforderlich.

Unser ProKoi® Frühjahrsfutter beinhaltet alle lebenswichtigen bzw. essentiellen Aminosäuren und wichtige Rohfette, ungesättigten Fettsäuren und alle wichtigen Vitamine in erhöhter Dosis.

Zur Stärkung des Immunsystems beinhaltet unser ProKoi® Frühjahrsfutter Beta Glucane, die dem Koi helfen, seine natürlichen Abwehrkräfte aufzubauen und zu stärken.

Besonders wichtig für den Koi ist die Verdaulichkeit des Futters. Durch ein spezielles Herstellungsverfahren wird unser ProKoi® Koifutter so produziert, dass die Proteinketten nicht durch zu hohe Temperaturen zerstört werden und Kohlenhydrate besonders klein und somit leicht verdaulich sind. Das Ergebnis ist eine besondere Bekömmlichkeit und eine sehr hohe Verwertung unseres ProKoi® Koifutter. Hierdurch wird auch die Ausscheidung von Stoffwechselendprodukten verringert, was eine geringere Belastung des Wassers zur Folge hat.

Durch die regelmäßige Fütterung unseres ProKoi® Frühjahrs-Konditionsfutters vermeiden Sie Konditionsschwächen und daraus folgende Krankheiten.

Die Vorteile des ProKoi® Frühjahrsfutter auf einen Blick:

1. Es ist ein echtes Alleinfutter

2. Es hilft Ihren Koi durch die schwierige Übergangszeit

3. Besondere Bekömmlichkeit

4. Hohe Verdaulichkeit

5. Stärkt das Immunsystem

6. Made in Germany

7. Wird nur aus kontrollierten Grundstoffen hergestellt

Hier geht es zu unserem ProKoi Season, dass optimal Frühjahrs Koifutter.