Koi Gesundheit

Bakterielle Erkrankungen

6 Feb , 2018  

Bakterielle Erkrankungen

Bakterien sind einzellige Organismen, die auf unterschiedliche Weise Erkrankungen bei Fischen hervorrufen können. Es gibt Bakterien, welche sich direkt vom Gewebe der Fische ernähren (z.B. Flexibacter columnaris oder die Fischtuberkulose), oder Bakterien die am Fisch siedeln und ihn durch Ausscheidung von schädlichen Substanzen krank machen.

Bakterien sind vom Laien nur sehr schwer zu erkennen, auch im Mikroskop. Hierfür sind spezielle Färbemethoden von Nöten.

Das Aussehen von Bakterien ist sehr unterschiedlich. Es gibt punktförmige, längliche, spiralförmige und auch Sanduhrformen können beobachtet werden.

Grob können die in der Koihaltung wichtigen Bakterien in 2 Gruppen eingeteilt werden:

Man unterscheidet zwischen obligat pathogenen (zwingend krankmachenden) und fakultativ pathogenen (bedingt krankmachenden) Bakterien.

Erstere sind, wenn Sie im Teich auftauchen, immer von großer Bedeutung, da sie, wenn in ausreichender Zahl vorhanden sind, den Fisch immer krank machen. Hierfür sind keine anderen Umstände Vorraussetzung. Manche dieser Keime können auch für Menschen gefährlich werden (Fischtuberkulose!).

Letztere sind eigentlich immer im Teich zu finden und leben am Fisch (vor allem auf der Schleimhaut) ohne ihm Schaden zu können. Im Gegenteil haben manche (z.B. bestimmte Aeromonaden), ähnlich wie auf der menschlichen Haut, sogar einen positiven Effekt auf die Gesundheit des Fisches indem sie die Ansiedlung von obligat pathogenen Bakterien verhindern.

Unter bestimmten Umständen können diese Bakterien aber zum Problem werden. Wenn sie z.B. in von Parasiten verursachte Wunden gelangen kommt es zu einer explosionsartigen Vermehrung und es entstehen starke Hautentzündungen, welche zu Geschwürbildung führen.

Eine weitere nicht unbedeutende Bakteriengruppe sind die Saprophyten. Dies sind durchweg nützliche Bakterien. Zu ihnen zählen z.B. die Filterbakterien oder auch bestimmte Darmbakterien, die dem Fisch bei der Verdauung der Nahrung helfen.

Diese Bakterien können auch in der Behandlung von Fischen eingesetzt werden.

Werden z.B. Milchsäurebakterien über das Futter gegeben, lässt sich ein positiver Effekt auf das Immunsystem des Fisches erkennen. Dies liegt daran, dass bei Fischen wahrscheinlich das wichtigste Organ des Immunsystems der Darm ist. Hier findet man große Ansammlungen an lymphatischem Gewebe ähnlich der Lymphknoten des Menschen. (mündl. Mitteilung Prof. Steinhagen, TiHo Hannover). Die Milchsäurebakterien stimulieren wahrscheinlich die Immunabwehr des Fisches, so dass dieser besser aus eigener Kraft gegen Krankheiten kämpfen kann. Ins Wasser gegeben siedeln diese Bakterien auf der Schleimhaut des Fisches und verdrängen schädliche Bakterien. Hierdurch kommt es oft zu einer Beschleunigung der Wundheilung.

Erkrankt ein Fisch an einer bakteriellen Infektion ist oft die einzige mögliche Therapie der Einsatz von Antibiotika.

Antibiotika sind Stoffe, die entweder den Stoffwechsel oder die Struktur der Bakterien zerstören.

Richtig eingesetzt sind sie eine effektive Waffe im Kampf gegen Infektionen.

Aber eben nur dann.

Bakterien haben die Eigenschaft sich sehr schnell zu vermehren, im Allgemeinen dauert ein Generationenwechsel zwischen 8-24h. Bedingt durch diese schnelle Vermehrung und ihren relativ einfachen Aufbau kommt es regelmäßig zu Mutationen, welche die Bakterien verändern. Wird nun während einer solchen Mutation die Zellwand oder der Stoffwechsel der Bakterien verändert werden Antibiotika wirkungslos. Das Bakterium ist resistent geworden!

Antibiotikaresistenzen sind ein immer größer werdendes Problem in der Fischhaltung.

Durch die massenhafte und meist falsche Anwendung können sich Resistenzen sehr schnell entwickeln. Immer öfter haben wir es bei Infektionen mit so genannten multiresistenten Keimen zu tun, dass heißt in der Regel, das dem Fisch nicht mehr zu helfen ist.

Aus diesem Grund sollte eine Antibiotikagabe nur vom Tierarzt nach Erstellung eines Antibiogramms vorgenommen werden.

Optimalerweise wird vor der Behandlung eine Tupferprobe aus der Wunde genommen und im Labor der Erreger bestimmt und dann ein Antibiogramm erstellt.

Leider werden hier recht häufig die falschen Keime identifiziert, was an einer falschen Probennahme liegen kann. Oft sind die tatsächlichen Verursacher der Erkrankung tief im Gewebe verborgen und werden von anderen Bakterien überwuchert. Diese werden dann im Antibiogramm getestet, sind sensibel für ein bestimmtes Antibiotikum und man führt die Behandlung durch, ohne dass etwas passiert. Dies liegt dann daran, dass der wirkliche Krankheitserreger resistent gegen das Antibiotikum ist aber nicht erkannt wurde. So sollte auch die Tupferprobe von einem erfahrenen Tierarzt entnommen werden.

Erst dann sollte mit der Antibiotikagabe begonnen werden.

Dies kann auf verschiedene Arten erfolgen.

1.     Badebehandlung:

Die Badebehandlung hat den Vorteil, dass Sie sehr einfach durchzuführen ist. Ihre Nachteile sind aber, dass a.) sehr große Mengen Antibiotika benötigt werden und b.) die Wirkung des Antibiotikums durch Verunreinigungen oder andere Bakterien im Wasser beeinträchtigt werden kann.

2.     Verabreichung über das Futter:

Hierbei wird das Futter mit dem Antibiotikum getränkt. Nach einer ausreichenden Trocknungszeit wird es dann an die Fische verfüttert. Die Nachteile sind: Die Verabreichung funktioniert nur, wenn die Fische noch fressen, man muss sicher stellen, das genug Antibiotika aufgenommen wird (Dosis für den einzelnen Fisch nur sehr schwer einhaltbar) und zu guter letzt wird das Antibiotikum im Wasser wieder aus dem Futter gelöst. Was wiederum dazu führt, dass die Fische nicht genügend Wirkstoff aufnehmen.

3.     Injektionen:

Dies ist sicher die genaueste Methode. Der Wirkstoff wird direkt im Fisch in den Muskel injiziert, von wo aus er ins Blut diffundiert und im Körper verteilt wird.

Der Nachteil hier ist, dass es für den Laien nicht einfach ist einen Fisch richtig zu spritzen (manchmal übrigens auch für den Fachmann). Oft kann die Injektion nur unter Betäubung gegeben werden. Auch hier sollte nicht eigenmächtig gehandelt werden sondern immer ein Fachmann zu Rate gezogen werden.

Im Falle einer nur leichten Infektion kann der Einsatz von ProBiotika die Gabe von Antibiotika ersetzen. Hier werden die Erreger auf natürliche Weiße bekämpft, ohne Nebenwirkung für die Fische. Diese Behandlung kann auch vom Laien durchgeführt werden und sollte immer als erstes versucht werden. Erzielt man hiermit keinen Erfolg kann man immer noch zu Antibiotika greifen.

Koi Parasiten

Costia

6 Feb , 2018  

Costia (lat. Ichthyobo necator)

Erreger:

Costia gehört zu den Zooflagellaten. Das sind einzellige Tiere, welche sich mit Hilfe zweier so genannter Geißeln fortbewegen (d.h. sie sind in der Lage, selbstständig zu schwimmen.)
Ihre geringe Größe von 10- 15µm macht eine hohe Vergrößerung (400-fach) im Mikroskop nötig.
Allerdings lässt sich Costia durch seine typischen taumelnden Schwimmbewegungen leicht unter dem Mikroskop identifizieren.
Costia stirbt ohne Wirt (Fisch) im freien Wasser innerhalb einer Stunde ab.
Es verträgt Temperaturen von 2- 30°C, wobei das Optimum zwischen 13- 15°C liegt.
Costia schädigt den Fisch bzw Koi, wenn es sich mit seinem Füßchen am Fisch festsetzt. Dies führt zu einer Schleimhautreizung und kleinen Verletzungen in der Haut die von Bakterien besiedelt werden, welche Entzündungen und Hautwunden hervorrufen.

Übertragung:

Costia braucht zum überleben einen lebenden Wirt. Ohne stirbt es innerhalb einer Stunde. Das macht die Besatzdichte des Teiches von großer Bedeutung. Je geringer diese, desto kleiner ist die Chance, dass der Parasit in dieser Zeit einen neuen Fisch findet.

Krankheitszeichen:

Costia verursacht vor allem dann Symptome, wenn es auf einen immun geschwächten Fisch trifft. Dies sind z.B. alte oder sehr junge Fische. Aber auch Fische, die temperaturbedingt eine niedrige Stoffwechselrate und damit ein langsam arbeitendes Immunsystem haben sind sehr anfällig für Costia. Das macht Costia zu einem gefährlichen Parasit in Herbst Winter und Frühjahr.
Kommt es zu einem Massenbefall tritt üblicherweise zuerst eine starke bläulich- weiße Hauttrübung auf. Im späteren Verlauf der Erkrankung können auch die Kiemen in Mitleidenschaft gezogen werden. Dies äußert sich in schneller Atmung oder die Fische stehen in Bereichen mit erhöhter Sauerstoffzufuhr (Filterauslauf, Ausströmer)

Diagnose:

Diese erfolgt über einen Haut- und/oder Kiemenabstrich. Meist sind Costia schon in niedriger Vergrößerung anhand ihrer Bewegung zu erkennen. Definitve erkennt man Sie bei 400-facher Vergrößerung.
Bei niedrigen Temperaturen und deutlichen Hauttrübungen sollte deshalb immer auf Costia behandelt werden.

Behandlung:

Costia lassen sich meist gut mit den üblichen Mitteln wie FMC behandeln.
Die Wirksamkeit von Salz, wie es einige Autoren vorschlagen, können wir nicht bestätigen.
Eine einmalige Behandlung ist normalerweise ausreichend. Allerdings kommt es gelegentlich zur Resistenzbildung. Deswegen empfiehlt es sich nach einiger Zeit nochmals einen Hautabstrich zu machen um sicherzugehen, dass der Parasit erfolgreich bekämpft wurde.

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Koi Parasiten

Ankerwürmer

6 Feb , 2018  

Ankerwurm Erreger:

Ankerwürmer sind  Parasiten von sehr großer Bedeutung, da sie mit Ihrem Ankerapparat erhebliche Schäden der Haut und Schleimhaut verursachen.
Mit bis zu 2 cm Länge sind sie auch vom Laien sofort zu erkennen.
Sie dringen tief in die Haut ein wo sie sich verankern. Der Hinterleib, welcher die Eier enthält  ragt als wurmartiger Fortsatz aus der Haut heraus. Die Schäden, die Ankerwürmer in der Haut verursachen, können so massiv sein das der Koi wertlos wird.
Bei Massenbefall kann es zu einer Anämie kommen. Die entstehenden Hautwunden werden oft sekundär von Bakterien oder Pilzen befallen.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt durch die freischwimmenden Larven, die auch die Kiemen parasitieren. Die Krankheit kann durch einbringen neuer Fische in den Teich kommen. Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

Meist sieht man den Parasiten deutlich auf der Haut. Kleine gerötete Verletzungen können ebenfalls ein Indiz für Ankerwurmbefall sein. Ist der Befall sehr stark kommt es zu Anämien (Blutarmut) welche den Fisch weiter schwächen. Sehr häufig entstehen größere Wunden durch Sekundärinfektionen, die dem geschwächten Fisch schwer zusetzen können.

Diagnose:

Befall mit Ankerwürmern wird in der Regel auch vom Laien sofort erkannt.
Der Parasit wird mit bloßem Auge auf der Haut gesehen.

Behandlung:

Die Behandlung von einem geringgradigen Befall kann durch absammeln der Würmer mit Hilfe einer Pinzette erfolgen. Dabei ist darauf zu achten, dass auch der Ankerapparat entfernt wird. Verbleibt er in der Haut kann das zu Entzündungen führen. Sekundärinfektionen sollten nach Antibiogramm mit einem geeigneten Mittel behandelt werden.
Bei einem Massenbefall kann mit mit Praziquantel-, Mebendazol- oder Flubendazol-haltigen Präparaten oder Kaliumpermanganat behandelt werden.Da alle oben genannten Mittel verschreibungspflichtig sind, kontaktieren Sie bitte einen Tierarzt. . Die Würmer sind leider sehr hartnäckig und nicht immer mit den üblichen Mitteln zu bekämpfen.

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Koi Parasiten

Hakenwürmer / Gyrodactylus

6 Feb , 2018  

Hakenwürmer Erreger:

Gyrodactylus sind relativ große Parasiten von ca. 0,8 mm Länge. Unter dem Mikroskop sind diese Würmer leicht zu erkennen. Im frischen Abstrich sieht man eine typische Bewegung, die etwas an die Fortbewegung von Schmetterlingsraupen erinnert.
Des Weiteren ist das Erscheinungsbild dieser Würmer sehr spezifisch. Sie haben an einem Ende einen Hakenapparat, der deutlich erkennbar ist. Am anderen Ende befinden sich 2 Zipfel. Augen wie der Kiemenhakenwurm haben Gyrodactylus nicht.
Gyrodactylus ist lebend gebärend,  oft sieht man im Mutterleib eine fertige Larve, die dem ausgewachsenen Wurm ähnelt. Der Parasit lebt, wie der Name schon sagt hauptsächlich auf der Haut, wird aber manchmal auch auf den Kiemen gefunden.
Mit ihrem Haftapparat können diese Würmer großen Schaden im Hautgewebe  verursachen.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt. Die Krankheit kann durch einbringen neuer Fische bzw. Koi in den Teich kommen. Aber auch durch verseuchtes Filtermaterial kann der Parasit von einem Becken in das andere transportiert werden. Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

Wirkliche Symptome treten wie so oft bei Parasitenbefall nur dann auf wenn es zur Massenvermehrung kommt. Die geschädigte Haut fühlt sich rau und stumpf an. Dies ist bedingt durch die fehlende Schleimhaut. Diese kann im Anfangsstadium auch gräulich verfärbt sein. Meist sieht man kleine gerötete Hautwunden verursacht vom kräftigen Hakenapparat des Wurmes. Sind die Kiemen befallen sieht man eine erhöhte Atemfrequenz und die Fische stehen am Filtereinlauf oder direkt über dem Ausströmerstein. Die durch den Hakenapparat entstehenden Verletzungen machen den Weg frei für Sekundärinfektionen mit Bakterien und Pilzen. Der Juckreiz führt zu vermehrtem scheuern.

Diagnose:

Diese erfolgt über einen Hautabstrich.  Bei einem Massenbefall wird man den Parasit schon bei kleiner Vergrößerung schnell erkennen.

Vereinzelte Funde von Würmern in geringer Zahl sind in der Regel kein Problem für den Fisch.

Behandlung:

Eine Behandlung ist nur dann von Nöten, wenn ein Massenbefall festgestellt wurde. Sie erfolgt mit Praziquantel-, Mebendazol- oder Flubendazol-haltigen Präparaten. Da alle oben genannten Mittel verschreibungspflichtig sind, kontaktieren Sie bitte einen Tierarzt.Leider ist Gyrodactylus ein sehr hartnäckiger Parasit, was regelmäsige Kontrollen des Behandlungsverlaufes nötig macht.
Mit einer gut durchgeführten Quarantäne, während der die Fische auf Kiemenwürmer untersucht werden, ist die beste Möglichkeit, die Krankheit zu vermeiden.

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Koi Parasiten

Kiemenwürmer

6 Feb , 2018  

Kiemenwürmer Erreger:

Von den Kiemenhakenwürmern sind viele Arten bekannt. Es handelt sich um relativ große Parasiten von 1-2mm Länge. Unter dem Mikroskop sind diese Würmer leicht zu erkennen. Im frischen Abstrich sieht man eine typische Bewegung, die etwas an die Fortbewegung von Schmetterlingsraupen erinnert.
Des weiteren ist das Erscheinungsbild dieser Würmer sehr spezifisch. Sie haben an einem Ende einen Hakenapparat der deutlich erkennbar ist. Am anderen Ende befinden sich 4 Augen sowie 4 Zipfel.
Die Vermehrung des Wurms erfolgt über Eiablage. Die Eier fallen zu Boden wo sie in einer kurzen Entwicklungsphase zu bewimperten Larven werden, die dann weitere Fische bzw. Koi infizieren. Der Parasit lebt, wie der Name schon sagt hauptsächlich auf den Kiemen, wird aber manchmal auch auf der Haut gefunden.
Mit ihrem Haftapparat können diese Würmer großen Schaden im Kiemengewebe verursachen.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt durch die frei im Wasser schwimmenden Larven. Die Krankheit kann durch einbringen neuer Fische in den Teich kommen. Aber auch durch verseuchtes Filtermaterial kann der Parasit von einem Becken in das andere transportiert werden. Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

Wirkliche Symptome treten wie so oft bei Parasitenbefall nur dann auf wenn es zur Massenvermehrung kommt. Das geschädigte Kiemengewebe kann den Fisch nur noch unzureichend mit Sauerstoff versorgen. Meist sieht man eine erhöhte Atemfrequenz und die Fische stehen am Filtereinlauf oder direkt über dem Ausströmerstein. Auf den Kiemen ist meist ein Schleimbelag zu finden. Die durch den Hakenapparat entstehenden Verletzungen machen den Weg frei für Sekundärinfektionen mit Bakterien und Pilzen.

Diagnose:

Diese erfolgt über einen Kiemenabstrich. Bei einem Massenbefall wird man den Parasit schon bei kleiner Vergrößerung schnell erkennen.
Vereinzelte Funde von Würmern in geringer Zahl sind in der Regel kein Problem für den Fisch.

Behandlung:

Eine Behandlung ist nur dann von Nöten, wenn ein Massenbefall festgestellt wurde. Sie erfolgt mit Praziquantel-, Mebendazol- oder Flubendazol-haltigen Präparaten. Da alle oben genannten Mittel verschreibungspflichtig sind, kontaktieren Sie bitte einen Tierarzt. Im Falle des Kiemenhakenwurms muss die Behandlung je nach Wassertemperatur nach 4-6 Tagen wiederholt werden, da die Eier von den Medikamenten nicht abgetötet werden. Mit einer gut durchgeführten Quarantäne, während der die Fische auf Kiemenwürmer untersucht werden, ist die beste Möglichkeit, die Krankheit zu vermeiden.

Koi Parasiten

Karpfenlaus Argulus foliacaeus

6 Feb , 2018  

Karpfenläuse Erreger:

Karpfenläuse gehören mit zu den gefährlichsten Parasiten. Sie werden praktisch überall angetroffen und eine Infektion des Teiches kann nur relativ schwer kontrolliert werden. Die Karpfenlaus wir mit ca. 7-13 mm sehr groß und kann so einfach Diagnostiziert werden. Es handelt sich um stark abgeflachte, durchsichtige Krebse. Der Parasit besucht den Fisch bzw. Koi nur zum Fressen. Den Rest der Zeit verbringt er frei im Wasser. Die Eier werden an Wasserpflanzen oder anderen geeigneten Plätzen abgelegt. Der Krebs haftet sich mit zwei Saugplatten an der Schleimhaut des Fisches fest. Mit einem Giftdrüsenbewehrten Stachel dringt er in die Haut und ernährt sich vom Blut des Fisches. Hohe Temperaturen begünstigen die Vermehrung der Karpfenlaus.
Bei Massenbefall kann es zu einer Anämie kommen. Das Gift aus dem Stachel kann für sehr kleine  Die entstehenden Hautwunden werden oft sekundär von Bakterien oder Pilzen befallen.

Übertragung:

Ankerläuse sind vor allem in Naturteichen recht häufig anzutreffen. Eine Infektion eines karpfenlausfreien Teiches findet in der Regel durch befallene Fische statt.
Aber auch das Einschleppen von Eiern mit Pflanzen ist von großer Bedeutung.

Krankheitszeichen:

Meist sieht man den Parasiten deutlich auf der Haut. Man kann unter Umständen sogar die Kriechspuren der Läuse sehen. Ist der Befall sehr stark, kommt es zu Anämien (Blutarmut), welche den Fisch weiter schwächen. Sehr häufig entstehen größere Wunden durch Sekundärinfektionen, die dem geschwächten Fisch schwer zusetzen können. Im Sommer kann es zu Massenvermehrungen kommen, die zu erheblichen Verlusten führen. Karpfenläuse können Infektiöse Krankheiten übertragen!

Diagnose:

Befall mit Karpfenläusen wird in der Regel auch vom Laien sofort erkannt.
Der Parasit wird mit bloßem Auge auf der Haut gesehen.

Behandlung:

Die Behandlung von einem geringgradigen Befall kann durch absammeln der Läuse mit erfolgen. Auch mit Praziquantel-, Mebendazol- oder Flubendazol-haltigen Präparaten. Da alle oben genannten Mittel verschreibungspflichtig sind, kontaktieren Sie bitte einen Tierarzt. Da Eier nicht abgetötet werden, muss die Behandlung wiederholt werden. Eine Kontrolle von Neuzugängen kann eine Infektion verhindern. In stark verkrauteten Teichen kann der Einsatz von natürlichen Fressfeinden (z.B. Sonnenbarsche)sinnvoll sein um die Parasitenzahl zu dezimieren.

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Koi Gesundheit

Fischtuberkulose

6 Feb , 2018  

Fischtuberkulose und desen Erreger:

Die Fischtuberkulose wird von Mycobakterium marinum oder Mycobakterium fortuitum verursacht. Diese Erreger können auch beim Menschen zu Erkrankungen führen! Meist wird hier die Haut an den Händen befallen, wo es zur Bildung von Geschwüren kommt.

Glücklicherweise ist die Fischtuberkulose bei Kaltwasserfischen sehr selten.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt durch Wasser, Carrierfische, Gerätschaften, infizierten Personen und Blut saugende Parasiten.

Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

Die Krankheit verläuft in der Regel chronisch. Sie bleibt unter guten Umweltbedingungen oft unentdeckt. Im Falle einer akuten Erkrankung sind ein dunkle Verfärbung der Haut, Schuppensträube und Glotzaugen zu sehen. Auf den Organen der Fische sind oft so genannte Tuberkel zu sehen, das sind kleine Erhebungen auf der Oberfläche, die oft weißlich verfärbt sind.

Diagnose:

Diese gestaltet sich schwierig. Die Symptome sind relativ ungenau und der Erreger lässt sich nur sehr schwer in künstlichen Medien züchten. Allerdings kann man die Bakterien oft in den Tuberkeln mit Hilfe der Ziehl- Nielssen Färbung nachweisen. Die post mortem Diagnose ist also mehr oder weniger einfach.

Behandlung:

Eine Behandlung der Fischtuberkulose ist selten von Erfolg gekrönt. Die Bakterien sitzen sehr gut eingekapselt in den Tuberkeln. Antibiotika erreichen sie dort in der Regel nicht. Glücklicherweise ist die Erkrankung beim Koi nicht von großer Bedeutung, da sie aber auf Menschen übertragbar ist sollte man gewisse Vorsicht walten lassen. Die Infektion beim Menschen erfolgt über kleine Hautwunden. Menschen mit kleinen Verletzungen sollten also lieber Handschuhe tragen, wenn Sie mit potenziell erkrankten Fischen hantieren.

Koi Gesundheit

Flossenfaeule-und-Kiemenschwellung

6 Feb , 2018  

Flossenfäule und Kiemenschwellung und desen Erreger:

Der Krankheitskomplex Flossenfäule/ Kiemenschwellung wird in der Regel von Myxobakterien verursacht. Zu diesen gehören die Gattungen Flavobakterium, Flexibacter und Cytophaga. Diese Erreger sind in der Koihaltung allgegenwärtig. Sie vermehren sich auch bei niedrigen Temperaturen sehr gut und stellen so ein häufiges Problem in der kalten Jahreszeit dar.

Übertragung: 

Myxobakterien sind in jedem Teich anzutreffen. Sie werden durch verseuchtes Wasser, Fische, Gerätschaften, Parasiten und auch dem Menschen übertragen

Krankheitszeichen:

Die Krankheit beginnt mit weißlichen Verfärbungen an den Flossen. Nach und nach werden die Flossen zerfressen, am Anfang nur die Flossenhäute, später werden auch die Flossenstrahlen befallen. Sind die Kiemen befallen, zeigen die Fische eine erhöhte Atmung und stehen oft in sauerstoffreichen Gebieten im Teich.

Diagnose:

Diese gestaltet sich mit einiger Erfahrung nicht schwierig. Bei fleckigen Veränderungen an den Flossen sollte immer an Myxobakterien gedacht werden. Ein definitiver Erregernachweis gestaltet sich allerdings schwierig.

Behandlung:

Die Behandlung mit Antibiotika sollte nur nach erstellen eines Antibiogrammes erfolgen. Die Erfahrung zeigt, das unspezifisch wirkende Desinfektionsmittel einen besseren Erfolg erzielen als Systemische Antibiotika. Als gut wirksam hat sich z.B. Chloramin- T erwiesen. Aber auch Per- Essigsäure ist wirksam. Eine Überprüfung des gesamten Systems und Optimierung der Umweltbedingungen ist unerlässlich.

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Allgemein, Koi Gesundheit

Lochkrankheit

6 Feb , 2018  

Lochkrankheit und desen Erreger:Das so genannte Lochsyndrom bz.w Lochkrankheit ist ein weit verbreitetes Problem in der Koihaltung. Es lässt sich zum heutigen Zeitpunkt kein bestimmter Erreger  der für die Lochkrankheit  verantwortlich machen.

Man nimmt jedoch an, dass kleine Wunden verursacht durch Parasiten oder Schleimhautschäden aufgrund schlechter Umweltbedingungen das Ursprüngliche Problem sind. Die von den Wunden isolierten Erreger gehören in der Regel zu den Pseudomonaden oder Aeromonaden.

Übertragung: 

Pseudomonaden und Aeromonaden sind normale Bewohner der Schleimhaut. Wird diese jedoch verletzt und die Keime gelangen in tiefere Gewebe können Sie böse Wundinfektionen mit großen Gewebeschäden verursachen.

Krankheitszeichen:

Die Krankheit beginnt mit kleinen Hautrötungen. Nach kurzer Zeit hebt sich meist eine Schuppe ab. Diese fällt schließlich aus der Schuppentasche und es bildet sich ein Loch.

Diese Löcher sind mittig oft tiefrot, am Rand findet sich ein weißer Saum.

Nach und nach wird das Loch, wenn nicht behandelt wird immer größer und vor allem auch tiefer. Im letzten Stadium verenden die Tiere oft an einer Septikämie.

Diagnose:

Die Diagnose ist, im Gegenteil zu der Behandlung, einfach. Die Hautwunden werden auch vom Laien schnell erkannt. Es sollte in jedem Falle eine Tupferprobe von den Wunden genommen werden und eine Keimbestimmung incl. Antibiogramm erstellt werden.

Behandlung:

Der erste Schritt sollte die Überprüfung der Umweltbedingungen sein. Eine parasitologische Untersuchung sollte ebenfalls durchgeführt werden.

Dann sollte eine gründliche Wundreinigung mit z.B. Wasserstoffperoxid 3%-ige Lösung erfolgen. Die Wunde sollte nach der Säuberung mit einer geeigneten Creme abgedeckt werden. Es kann von Nöten sein, die Wundbehandlung zu wiederholen.

Die Behandlung mit Antibiotika sollte nur nach erstellen eines Antibiogrammes erfolgen.

Koi Gesundheit

Trichodina

1 Feb , 2016  

Erreger:

Trichodina sind einzellige Tiere die man, einmal gesehen, nie wieder vergisst. In ihrer Erscheinung erinnern sie mit Ihrer runden Form und dem Hakenkranz an eine Sonne.
Unter dem Mikroskop sieht der Hakenkranz aus wie das Blatt einer drehenden Kreissäge. Mit diesen Haken raspeln die Parasiten die oberen Hautschichten des Fisches ab. Das dient Ihnen als Nahrung.
Ihre Größe von 30- 90µm macht Sie im Mikroskop leicht erkennbar.
Trichodina ist in der Regel in geringer Zahl auf jedem Fisch zu finden und stellt dann keine Gefahr dar. Nur bei alten und schwachen Tieren kann es zu einem Massenbefall kommen. Somit ist der Parasit in gewisser Weise auch ein Indikator für den Allgemeinzustand des Fisches. Ein Massenbefall kann auf ein anderes Gesundheitsproblem hindeuten. Probleme werden in der Regel durch Sekundärinfektionen mit Bakterien oder Pilzen hervorgerufen.

Übertragung:

Die Übertragung erfolgt entweder direkt durch das einsetzen von befallenen Fischen in den Teich, oder aber Trichodina wird durch Wasserpflanzen oder andere Teichtiere eingeschleppt. Es gibt mehrere Arten von Trichodina, von denen einige wirtsspezifisch sind, d.h. sie befallen nur eine bestimmte Fischart. Andere wiederum können alle Fische befallen. Eine gute Quarantäne und optimale, hygienische Bedingungen können die Ausbreitung des Parasiten verhindern.

Krankheitszeichen:

In der Regel gehen Trichodinainfektionen symptomlos von statten. Wenn Symptome zu sehen sind ist es meistens eine leichte Hauttrübung oder Kiemenschwellung. Schlimmere Krankheitszeichen haben meist einen bakteriellen Hintergrund augrund von Sekundärinfektionen.

Diagnose:

Diese erfolgt über einen Haut- und/oder Kiemenabstrich. Meist sind Trichdina schon in niedriger Vergrößerung anhand ihrer typischen Form zu erkennen. Nur wenn sehr viele Parasiten in einem Abstrich gefunden werden stellt dies ein Problem dar.

Behandlung:

Eine Behandlung ist nur bei einem Massenbefall notwendig.
Eine einmalige Behandlung gegen Trichodina mit den üblichen Mitteln wie FMC ist normalerweise ausreichend.